Der Wecker zappelt. Diese Nacht hatte sich Yvonne als Ghost für 2 Uhr angemeldet, damit ich mit dem nächtlichen Aufstehen nicht aus der Übung komme 😀  Aber sie hat es natürlich nicht wahrgemacht. Das erste Mal halbwegs ausgeschlafen. Nach dem üblichen Morgenritualen inkl. Frühstück aufs Boot. Jü bleibt an Land. Für mich beginnt der letzte Tauchtag. An Bord mit Rando, meinem Guide, und Pa, dem Käpt’n, lustig verbracht. Pa ist immer zur Stelle, wenn man ihn braucht; ganz ohne Worte (deshalb auch der Spitzname). Er weiß einfach, was gut ist. Oft reicht nur eine Geste, ein heißer Tee zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder sein Lächeln. Ein ganz ruhiger lieber Mensch. Rando ist das völlige Gegenteil, obwohl er eigentlich auch zu den Stillen gehört. Aber seit Tagen veralbert er mich, wo und wie er nur kann. Ich falle immer wieder auf seine einfaltsreichen Späße herein. Das freut ihn natürlich. Und über meinen entsetzten Gesichtsausdruck, der scheinbar irre komisch ist, kann er sich zusätzlich fürchterlich gut und lange  amüsieren. Unter Wasser das Übliche und einige mir noch nicht bekannte Schnecken entdeckt. Darunter war auch eine LangRüsselSchweinSchnecke 😀  Der letzte TG war – wie immer – nicht der Beste. Aber hätte ich früher aufgehört zu tauchen, wäre es früher schon nicht der Beste gewesen. Immerhin gebe ich meinem letzten TG immer die Chance, der beste TG zu werden…   😀
Am Nachmittag ein Bier am Pool

und mit Rooster, dem Hahn, gespielt, der sich im Resort noch frei bewegen darf. Er war ein richtig „ausgebildeter“ Kampfhahn. Deshalb hat man ihm den Kamm abgeschnitten und verödet. Annika, die neue Managerin, hat ihn freigekauft, damit er nicht mehr kämpfen muss. Wenn man bestimmte Gesten macht, fängt er wie vor einem Kampf an zu tänzeln, und er hackt dann auch mal in den Zeh oder die Hand. Deshalb soll er jetzt eine Behausung mit ein paar Hennen bekommen. Hier im Resort erhält er gerade ganz viel Liebe. Von wenigen Menschen lässt er sich kraulen wie ein Hund und auch durch die Gegend tragen. Rooster und ich sind seit dem Morgen auf unserer Terasse Freunde geworden. Ich darf ihn auch streicheln; und er kommt tatsächlich, wenn ich ihn rufe. Sehr lustig. Morgens kräht er zum neuen Tag und sonst pünktlich zum Gezeitenwechsel oder wenn wir zum Dinner ChickenFüße auf dem Teller haben 😀 Heute Nachmittag hat er sich in die Flops von Jü gestellt und wollte damit loslaufen. Hat natürlich nicht geklappt. Er hat ’ne Grätsche gemacht und sich fast auf den Schnabel gelegt. Danach hat er die nun doofen Flops angeknabbert. Sehr witzig. Was hab ich gelacht.

Gegen 17 Uhr sind wir an unserem dunklen Strand entlang zu einem steilen Trampelpfad durch den Dschungel über einen Berg zur anderen Seite gewandert und haben am einzigen weißen Sandstrand in Lembeh den Sonnenuntergang bei einem Bier genossen.

Dabei habe ich diese steinerne Koralle gefunden. Mitgenommen hab ich sie aber nicht.

Die Guides haben Steine auf dem Wasser und ich hab Annika mit Guide springen lassen. Im Dunkeln ging es mit Taschenlampen zurück. Ich will gar nicht wissen, was für Tiere uns dabei beobachtet haben. Nach wieder einem sehr schönem Dinner und längerem Absacker in der „Sabar“ ins Bett. Gute Nacht.

2 Gedanken zu „Tag 4 (18) im neuen Paradies

  1. Wie werde ich das alltägliche lesen vermissen – ein paar Minuten Kopf aus dem Alltagsstress raus und in Gedanken im Urlaub sein …

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