Was mach ich, wenn ich wegen eines Wochenendes, eines Brückentages und zwei Feiertagen ganze 5 freie Tage zur Verfügung habe und kein Flug geplant ist? Richtig, ich setz mich in meinen Fred und sorge dafür, meinen Titel „Ritter der Autobahn“ zu verteidigen.
Samstag früh um 2 Uhr ging es los auf die A5/A7 in Richtung Norden. Die Straßen waren relativ frei, und so konnte ich gegen 7 Uhr ein paar Hörnchen und Brötchen beim Bäcker einsacken und kurz darauf im HotelMama genüsslich frühstücken. Anschließend ging es direkt weiter zu meinen früheren „WochenendPflegeEltern“. Dort lud ich meine älteste Freundin ein und rollten weiter in den Oberharz. Auch wenn wir beide „HarzKinder“ sind, so waren wir mit all den neu gebauten Umgehungsstraßen auf NaviYoda angewiesen.

Nach nicht einmal 20 Minuten kamen wir an der Rappbodetalsperre an. Anfängliche Schwierigkeiten beim Zahlen am Kassenautomaten beendeten wir mit der Card statt Geld, hinterließen einen Stau am Eingang und betraten die für kurze Zeit längste Hängebrücke der Welt.

Mit dem herannahenden Sturm war die hängende Brücke eine sehr wackelige, aber witzige Angelegenheit. Auf der anderen Seite angekommen, beobachteten wir die beneidenswerten Menschen, die auf der ZlipLine erst über die Baumkronen und dann über die Talsperre selbst flogen.

Huch, sind die Seile gerissen? Sie verschwinden im Wasser bzw. im Nichts. Oops. Schön waren die Schreie der menschlichen Flugobjekte. Sehr lustig. Ich denke da bspw. an das verzweifelte „Waaarte!“ eines Mannes, der eine Nanosekunde nach seiner Frau hinunterrauschte    😀

Nach einigen Stunden auf der Brücke fuhren wir nach Wernigerode zu den Schokoladentagen. Hier gab es rund ums bunte Rathaus etliche weiße Stände. An jedem Stand gab es Schoki: in Tafeln, Kugeln, Pralinen, Schnaps, Likör und Bier etc. Wir probierten alles 🙂

Später ruhten wir uns in Gernrode im wunderschönen Café „Froschkönig“ bei einer heißen ChiliSchoki und lecker Torte aus und lachten über alte Zeiten.

In Derenburg besuchten wir anschließend noch die Glasmanufaktur

und stöberten in der Weihnachtshalle, bevor ich die Freundin wieder bei meinen ehemaligen Pflegeeltern absetzte. Schön wars.

Den Sonntag verbrachte ich mit meiner Familie, besuchte erst Tantchen zum Mittagessen; später dann Nichte und Baby Großnichte zum Kaffee. Auch schön.

Montagmorgen setzte ich mich mit Fred wieder auf die Autobahn. Auf die A2. Auf dieser Autobahn habe ich in den 90er Jahren sehr viel Zeit verbracht und verdiente mir den Ruf als „Ritter der Autobahn“. Erstes Ziel war heute Ronnenberg bei Hannover. Mich überkamen merkwürdige Erinnerungen, als ich an der Kfz-Zulassungsstelle vorbeifuhr. Meinem früheren Arbeitsplatz. Viele nette Menschen habe ich hier an meinem Schalter (ausschließlich für Autohändler) kennengelernt. Im Nachbardorf habe ich Ende der 90er gewohnt. Man ist das lang her. Und vieles hat sich verändert. Einiges aber auch nicht.

In Weezen wurde ich lieb begrüßt von Freundin und Hund. Wir quasselten und quasselten, aßen lecker Kartoffelsuppe zum Mittag, liefen eine kurze Wuffelrunde und schwups, war die Zeit auch schon wieder vorüber. Ein weiteres Treffen stand an.

In Hannover. Bei meiner früheren WG-Partnerin und Freundin in ihrem Atelier. Zum StraßenSightseeing blieb mir ungewollt viel Zeit, denn zum Feierabendverkehr war die Stadt aufgrund der Baustellen ein einziges Stauknäuel. Irgendwann kam ich aber an und hatte mit der Freundin auch eine schöne Teezeit mit schönem Gequassel und vielen gemeinsamen Lachern. Ach Mensch, alles so vertraut. So schön. Leider verging auch hier die Zeit zu schnell. Ich musste mich wieder verabschieden. Musste zurück auf die A2.

Am Dienstag ging es wieder früh los. Ab auf die A14. Nächster Besuch bei Freunden in Halle. Meine Zufahrtsstraße war gesperrt, die Umleitung „super“ ausgeschildert – und so kam ich etwas später als gewollt an. Na toll. Und das mir. Nach einem Katzengeknuddel fuhren wir zum See und tauchten eine kurze Runde im kalten klaren See ab. Die Fotos stecken noch im Unterwasserhaus… Und das sitzt noch im Fred. Schön wars aber. Zurück auf die Autobahn zur Family.

Den Mittwoch Vormittag verbrachte ich in meiner Geburtsstadt, bevor es nach dem Mittagessen im HotelMama wieder auf die Autobahn Richtung Süden ging. Nach insgesamt ca. 1.500 km kam ich wieder in KA an.

5 Tage mit Fred sowie Zeit für Familie und Freunde gingen zu Ende.

3 Gedanken zu „GoldenGateAndFestivalDays

  1. Oh wie schön, ich mag den Harz. Aus der Glasmanufaktur haben wir eine selbst geblasene Kugel mitnehmen dürfen, aber leider ist sie nach ein paar Wochen einfach so gesprungen und in Einzelteile zerfallen. Schade! Tag der Schokolade :-), gut dass wir nicht da waren :-D. Lieben Grüße an Fred und Yoda, sie machen einen guten Job :-D.

  2. Es War schön das du hier warst. Danke für die tollen Bilder .du hast wie immer einen schönen kurzurlaub gehabt.

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