… Jahr ist nun schon vorüber.
Kann mir mal jemand sagen, warum die Wochen so fix vergehen?
Glaubt man den Berichten im TV, so liegt das an unserer digitalisierten Welt. Wir alle sind heutzutage ganztägig mit elektronischer Kommunikation und in unseren Jobs mit den vielen Klicks am Rechner beschäftigt, sagt man. Die Leute früher, die tagsüber körperlich hart arbeiteten und im Dunkeln und in der kalten Behausung bei Gesprächen darauf warteten, dass die Abende vergingen, kamen die Tage wohl länger vor, sagt man. Aber das traf auf uns schon in den letzten 2 Jahrzehnten nicht mehr zu, und trotzdem hat man das Gefühl, das Jahr 2014 ist besonders fix und rennt viel schneller als all die anderen Jahre – ständig ist man bemüht, der Zeit hinterher zu hetzen.

Was gab es in den letzten Wochen?
Es gab in unserer unmittelbaren Nachbarschaft mehrere Einbrüche von fiesen Menschen, die sich nicht nur fremden Eigentums ermächtigen, sondern viel schlimmer noch: die Privatsphäre unglaublich brutal missachten. So manchen Morgen verlasse ich äußerst ungern die Wohnung, manchmal mache ich absichtlich kein Licht, um nach außen nicht noch zu signalisieren, dass ich meine Hütte gleich verlassen werde. Einige Abende bin ich bereits ungern, weil ängstlich, nach Hause gefahren. Doch bisher hatten wir Glück. Und ich hoffe, dass dies so bleibt und dass auch die Ängste wieder nachlassen.

Mein Exil hat sich ja nun zur Baustellenstadt gemausert. Es gibt fast keine Gegend mehr ohne Baustellen. Auf dem täglichen Weg zum Job ist es trotz des flexiblen Radelns immer wieder eine Herausforderung, neue Umleitungen zu finden. Tagsüber versuche ich den BaustellenLärm durch das Schließen der Fenster auszugrenzen. Leider gelingt dies nicht wirklich.


Wenn man nun meint, dass am Wochenende ja kein BauLärm zu erwarten sei und man sich regenerieren könne, der täuscht sich. Samstags morgens, 7.30 Uhr – beginnt der Lärm vor meinem Schlafzimmerfenster. So allmählich stellt sich absolute Unzufriedenheit ein, und ich befürchte, dieser sch…. BauLärm macht krank 🙁

Zum Ende des ersten Viertels in diesem Jahr hat uns der Frühling schon gezeigt, wie warm der Sommer sich anfühlen kann. Recht früh waren alle Frühblüher draußen – mittlerweile sind sie schon verblüht. Gerade gestern sah ich eine aufgeblühte Tulpe am Straßenrand. Nicht nur, dass dies mitten in der Stadt ungewöhnlich ist, freute ich mich über das Durchsetzungsvermögen dieser roten Tulpe, die sich trotz Schatten, Autolärm und Dreck mit zwei Blützen gen Himmel ragt (leider kann ich Euch davon kein Foto präsentieren, denn ich fuhr mit dem Auto an ihr vorbei).


Dafür zeige ich Euch ein blühendes Bäumchen. Eines der letzten dieser Art, die noch Blüten tragen. Die meisten sind nämlich auch schon verblüht. Kein Wunder, denn die Kastanien haben ihre Blätter auch schon komplett ausgefahren und ihre Kerzen aufgesteckt.


Dieses verlassene Nest fand ich gestern früh (vom BauLärm aus dem Bett vertrieben) auf unserem Balkon beim Saubermachen. Und ja, ich habe es vernichtet. Das wird Euch sicherlich wundern, habe ich doch im letzten Jahr meine Moosmänner geliebt. Aber es war verlassen, und ich selbst werde nicht das Brüten anfangen 😉


Ein weiteres Gestern: wir waren in München in der AllianzArena. Das Spiel selbst lief für die alten und neuen Meister nicht ganz so gut, es ging immerhin unentschieden aus.


Im Stadion war natürlich wieder eine tolle Atmosphäre, aber ich konnte mich nicht ganz so recht konzentrieren, weil meine hummeligen Jungs zeitgleich im Ländle spielten. Und so galt mein Blick immer wieder der BundesLigaApp. Letztlich konnten die Hummeln sich aber durchsetzen und gewannen ihr Spiel. Yippih.

4 thoughts on “Ein Viertel vom ganzen…

  1. Das mit dem Baustellenlärm kann ich Dir nachfühlen… hatte ja immerhin 8 Jahre lang eine vor dem Haus, die mich um den Schlaf gebracht hat. Drücke die Daumen, dass sie bald fertig sind!

    LG
    Andrea

  2. Um so älter man wird um so schneller rast die Zeit. Das sagte vor jahren schon die Älteren wo wir immer gesagt haben, die spinnen.
    Jahre später machen wir die gleichen Erfahrungen…..

    Tolle Bilder und das mit dem Baulärm kann ich mir gut vorstellen, geh und hol dir Ohrstöpsel. Das hilft einwenig.
    Na die Hummeln werden in 2 Wochen den Bayern die Lederhosen ausziehen. 🙂 knuddel

  3. Welche Münchner Fußballmannschaft kennt man auf der ganzen Welt?
    Wie heißt dieser Klub, der hierzulande die Rekorde hält?
    Wer hat schon gewonnen, was es jemals zu gewinnen gab?
    Wer bringt seit Jahrzehnten unsere Bundesliga voll auf Trab?

    FC Bayern, Stern des Südens,
    Du wirst niemals untergehn,
    Weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehn
    FC Bayern, Deutscher Meister, ja so heißt er mein Verein,
    Ja so war es und so ist es und so wird es immer sein!

    Wo wird lauschend angegriffen, wo wird täglich spioniert?
    Wo ist Presse, wo ist Rummel, wo wird immer diskutiert?
    Wer spielt in jedem Stadion vor ausverkauftem Haus?
    Wer hält den großen Druck der Gegner stets aufs Neue aus?

    FC Bayern, Stern des Südens,
    Du wirst niemals untergehn,
    Weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehn
    FC Bayern, Deutscher Meister, ja so heißt er mein Verein,
    Ja so war es und so ist es und so wird es immer sein!

    Ob Bundesliga, im Pokal oder Champions League
    Ja gibt es denn was Schöneres als einen Bayern-Sieg?
    Hier ist Leben, hier ist Liebe, hier ist Freude und auch Leid.
    Bayern München!
    Deutscher Meister!
    Bis in alle Ewigkeit!

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