Nach nicht einmal 4 h Schlaf aus der Koje getorkelt. Waschanlage, Koffer packen. Runter in die Lounge, habe für heute kurzfristig Frühstück gebucht. Auf A gewartet und dann in Ruhe gefrühstückt. Klamotten gepackt. Check out. Mit dem Bus zum Airport. Koffer check in. In der Abflughalle die Technik bewundert. Jeder Passagier kann sich und sein Gepäck allein am Automaten einchecken, Bordkarten und Bandarole für Gepäck ausdrucken – Personal ist unnötig. Raus in die eisige Luft. Blick auf den Fjord. Rein, Cola getrunken. Nochmal raus. Tschö Tromsööö. Nach oben. Lustigen Trickfilm für SecurityControl geschaut. Sehr witzig. Wer jetzt noch was falsch macht, hat nicht zugeschaut. Souveniere gekauft. Runter zum Gate. Als Letzte in den Flieger. Wir hatten eine Reihe für uns. So hatten wir mehr Platz. Verspätung um ein paar Minuten wegen PC-Ausfall. Zum Glück war kein Enteisen nötig, denn der Schnee war erst für 1 h später vorausgesagt.

Das Essen war ganz gut, diesmal aber leider kalt und die Stewardessen nicht so lieb und fürsorgend wie auf dem Hinflug. Dafür war der Keks „Loacker Tortina“ so saulecker. Ich ertappte mich dabei, mich suchend umzuschauen, ob jemand seinen Keks verschmähte. Schließlich würden diese im Müll landen. Trotz Verpackung  :0[

Der Flug war ruhig. SONNE!!! Und die sogar noch nach 3 Uhr. Ungewohnt. Wieder kein Zeitgefühl. Müde…

Die dreieinhalb Tage in Tromsø und Umgebung waren wirklich ganz toll. Alle Menschen sind irre freundlich. Sogar die Autofahrer halten trotz Schnee und Eis bei jedem Einzelnen an. Ohne zu murren und ganz egal, ob sie an einem vereisten Berg mit durchdrehenden Reifen wieder anfahren müssen. Das Zeitgefühl ist komplett anders. Die ersten zwei Tage hatte ich so gar keins. Ohne Uhr ist man aufgeschmissen. Alkohol und Zigaretten sind natürlich teuer, dafür erhält man aber in jeder Gaststätte / Kneipe kostenfrei Trinkwasser. Meist stehen Karaffen mit Wasser – oft sogar mit einem Tellerchen Zitronenscheiben und einer Box Eiswürfel – zum Selbstbedienen herum. Auch Tee bekommt man überall kostenfrei zum Selbstbedienen. In unserem Hotel hatte man rund um die Uhr die Möglichkeit, heißen Tee oder Kaffee zu trinken, was wir gerade nachts beim Heimkommen sehr gern genutzt haben. Toll.

Egal, wie kalt es draußen ist, schaut man in die Häuser von Tromsø, so überkommt einen das heimelige warme Gefühl. Überall brennen viele Lampen in den Häusern mit warmen Licht – klar, der Strom ist hier oben extrem billig. Jedes Haus ist einfach schön! Auch verstecken sich die Norweger nicht hinter Gardinen oder Jalousien. Jeder kann bei jedem ins Fenster schauen. Ein offenes Volk eben.

Wenn in Holland gilt: man sieht mittags schon, wer sich zum Kaffee einlädt – so gilt in Norwegen zumindest im Winter: man hört morgens schon, wer zum Mittag einkehren wird. Das Knarzen unter den Füßen im gefrorenen Schnee ist irre laut.

Bargeld hätten wir bis auf die Busfahrten gar nicht benötigt. Wenn man die Bustickets vorab im Shop oder im Internet bzw. am Automaten kauft, ist ein Geldtausch überhaupt nicht notwendig. Wirklich alles (!) konnte man mit MasterCard bezahlen. Glücklicherweise konnte man dabei auch immer zwischen Pin und Sign wählen 😉

Die Stadt auf der Insel als auch auf dem Festland sowie das Umland haben mir sehr gut gefallen. Ein Wiederkommen auf jeden Fall Pflicht. Bestenfalls zweimal, um im Winter Wale und Lady Aurora zu bestaunen sowie im Sommer zum Mitsommernacht erleben. Eine Stadt, die 350 km nördlich des Polarkreises liegt, hat selbstverständlich mehr als genug Superlative zu bieten. Alle mag ich hier nicht aufzählen. Bekannt sind natürlich die nördlichste Uni, die nördlichste Brauerei, der nördlichste botanische Garten, die nördlichste Glasbläserei, der nördlichste katholische Bischofssitz und der nördlichste protestantische Dom der Welt und und und.

Wobei die nördlichste Brauerei seit 2013 keine mehr ist. Sie wurde um 15 (!) Meter übertroffen. Aber als nördlichste älteste Brauerei geht sie noch durch.

Klamottentechnisch hatte ich wieder viel zu viel Zeug mit (einfaches Handgepäck ist ausreichend). Aber die Sachen, die ich trug, waren wirklich genial für die zum Teil sehr kalten Temperaturen. Das Zwiebelsystem hat sich bewährt. Nur bei den Füßen ist kein Zwiebelsystem erforderlich, sofern man echte Wollsocken trägt. An dieser Stelle nochmal ein großer Dank an Gerry für die tollen Stricksocken jedes Jahr! 

Unsere Reise ist schon wieder „alle“. Schön war es – da waren wir zwei uns einig. Wir haben so viel sehen, erleben und lachen können – vieles hat man gerade nicht mehr im Kopf. Das kommt später wieder… spätestens, wenn ich meine Fotos endlich richtig anschaue und aussortiere. Immerhin haben mich die paar Tage dermaßen entschleunigt, dass ich am Tag danach im Büro sämtliche Passwörter vergessen hatte und in diversen Programmen freigeschaltet werden musste 🙂

Lustiges aus Troms

Die Fahrradgarage scheint eine platzsparende Lösung zu sein. Und in Tromsö ist bestenfalls alles ledig!

Freundliche Frühstückseier und Schokoladenkacke – darüber hab ich wirklich schmunzeln müssen.

Einsam… nach Hause telefonieren

Nördlichste Glasbläserei

Im Hotelflur

5 thoughts on “Tromsø – Abreisetag – Resumeé

  1. So soll es sein….Es zeigt wirklich, es hat Dir gut getan und selber wird man neugierig. Auch im Sommer muss es richtig schön sein da. Nur wo war Rudolph? Das Foto von Ernie und Bert sieht lustig aus 😀

    1. Immer vergißt man was… Die Fotos mit den vielen Lichtern gefallen mir auch richtig gut. Ich find das so toll!

    2. Tja…. Rudi the rednose Reindeer hab ich nicht getroffen. Aber die anderen Fellnasen waren auch alle zu knuffig 🙂

  2. Ach es war soooo schön und faszinierend zugleich.
    Mit dir sofort und immer wieder nach Trömsö zurück.

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