So langsam neigt sich der Urlaub dem Ende. Irgendwie ist das Gefühl dafür aber noch gar nicht vorhanden, schließlich fehlen uns 1,5 Tage Erlebnis (Erholung) durch die verflixte langwierige Anreise.

Der heutige Tag begann wie fast immer. Nur waren zum Treffpunkt nur Jü und ich erschienen, die anderen drei waren auf der Avra, für die ich uns ursprünglich alle eingetragen hatte. Als P. mir gestern auf der CatCat jedoch sagte, dass er gern mit mir zusammen nochmal an „TrinesWall“ abtauchen wollen würde und D. mich am Abend fragte, ob ich die beiden freigewordenen Plätze für die kleine Nordtour am nächsten Tag in Anspruch nehmen wolle, hatte ich uns beide umgetragen. Die anderen drei „im Stich zu lassen“, fiel mir tatsächlich nicht leicht, aber irgendwie hatte ich die „Patenschaft“ für den Tauchplatz übernommen und wollte dort sehr gern noch einmal alles abgrasen, um eine Tauchkarte für künftige Briefings zeichnen zu können – wenn ich die Möglichkeit dafür erhielt.

Wir zogen bei gutem Wetter mit der CatCat los. Hinter Misitris gab P. FullSpeed. Welle war nicht wirklich, eher Wellchen. Dennoch fingen die ersten an mit Übelkeit und Reisetabletten. Dunkle Wolken zogen auf. Vorhergesagtes schönes Wetter? Fehlanzeige. Vor Ort – OneWayDive – wollten einige schon nicht mehr ins Wasser. Na toll… Jü. und ich fielen als erste von Bord, orientierten uns anfangs an den gebrochenen Wellen am Ufer. Wir zogen in 13 m über ein breites Plateau, welches durch 4 tiefere Canyons unterbrochen war. Hmmm, eine Wand sieht anders aus. Die zum Teil breiten Canyons endeten alle im 5 m – 6 m Bereich am Ufer. Höhlen und Spalten somit Fehlanzeige. Die Felsen an den Canyons hatten aber zum Teil lustige Formen. Ein dickes Gesicht und eine Hand mit Einschussloch in der Handfläche blieben mir in Erinnerung. Da wir „Gegenwind“ hatten, mussten wir manchmal ganz schön strampeln. Als ich innerlich schon ungeduldig wurde, weil die Wand nicht zu sehen war, dachte ich schon, wir wären falsch und Richtung Meer gepaddelt. Dann aber, nach zwei weiteren FelsNasenKurven erreichten wir eine Wand, die sich auf ca. 30 m Tiefe zog, an der am Grund mehr oder weniger große Felsbrocken lagen und mehrfach wellige Kurven schnitt –》 TrinesWall. Später kamen wir zu dem großen Spalt, den wir vor 2 Tagen bereits in Augenschein genommen hatten. Puh, richtige Richtung. Alles gut gemacht. Von dort aus mussten wir nur noch um eine weitere Felsnase herum, an der auf der Kante am Grund (34 m) der riesig große Felskegel lag. In der Bucht angekommen, blitzte es über mir auf. Konnte es sein, dass die nachfolgende Gruppe uns eingeholt hatte und am Fotografieren war? Ich sah mich um. Da, wieder ein Lichtschein. Hallo? Ich hing auf ca. 10 m und konnte das Gewitter über Wasser wahrnehmen. Unglaublich! Oha, da musste es oben wohl ordentlich krachen. Am Boot angekommen, beeilte ich mich mit dem Ausstieg, wo ich dies doch sonst gern mal hinauszögere.

Als alle trotz Blitz und Donner wohlbehalten zurück auf der CatCat waren und das Gewitter direkt böse laut über uns mit Regenprasseln hereinbrach, fuhren wir Richtung Süden. In der warmen Kajüte saßen all die Seekranken mit einem Gemeinschaftseimer und litten vor sich hin und einander etwas vor. Wie blöd muss man sein? – anstatt sie sich an die frische Luft setzten. Wir durchgefrorenen Taucher standen weiterhin im kalten Nass.

Ab Misitris wurden Wetter und Wellchen sonnig schön. Man hätte jetzt den Bordgrill anwerfen können – ich hatte so riesigen Hunger. Aber da die Seekranken in ihrem Elend badeten, beschloss man, den 2. Tauchgang und natürlich das Mittagessen (Grillen an Bord) zu canceln. So rasten wir an sämtlichen schönen Tauchspots und an einigen Tauchschiffen vorbei. Sehr schade. In der Basis angekommen war man sich einig, das waren keine SeeBären an Bord. Nicht einmal TeichBären!!!

Bei A. bestellte ich einen halben Liter Zitronensaft und eine Portion Pommes, nachdem mir D. anbot, eine 3/4 Stunde später auf die Avra umzusteigen, was ich sehr gern annahm. So konnte ich mit den anderen beiden (der 3. war für einen weiteren Tauchgang leider auch ausgestiegen) noch zusammen blubbern gehen. Jü hatte wegen der Nulpen auf unserem Boot und der KotzAktion von den WeichEiern keine Lust mehr auf einen weiteren Tauchgang. Also zog ich allein zum Hafen und machte noch einen gemütlichen Tauchgang in KeriCaves. Erst Steilwand mit SchwefelSäckchen und „Schnee“, dann unter dem Torbogen hindurch und schließlich in die drei Höhlen. Lange war ich schon nicht mehr hier, aber unter Wasser erkannte ich den Platz direkt und hatte keine Orientierungsprobleme. Nach 70 Minuten ging ich als Letzte (wie 🙂 immer) an Bord.

In der Basis ein ErfrischungsRadler und lecker Zitronenkuchen, dann duschen und schließlich alle 5 mit Amelie zum Dennis in die Taverne gefahren.

Hier haben wir ordentlich geschlemmt: ein dickes saftiges crosses Souflaki mit extra gebackenen Toffeln sowie ein ChokolateMousse mit VanilleEis gab es für mich. Völlerei sag ich da nur.

Anschließend haben wir eine Rundfahrt durchs laute, bunte, schrille Laganas gemacht und sind auf einen Hafenspaziergang nach Zakynthos Stadt gefahren.

Hier haben wir uns eine Kirche am Hafen, die zum Teil lustigen Bars und Restaurants und die LuxusYachten der Neureichen angeschaut, bis wir wieder vor der Amelie standen und in unser beschauliches Limni fuhren. Schön war’s. Danke Amelie, danke MB und gute Nacht Zante.

2 thoughts on “Zante Teil 8

  1. Diese Boote … herrlich. Wenn Geld keine Rolle mehr spielt.

  2. Hmmm ich kann die Seekranken verstehen, durch eigene Erfahrungen und ich muss sagen, in der Kajüte ging es mir wesentlich besser, als draußen… trotz frischer Luft. Aaaaber so richtig erholt hatte ich mich beim Tauchgang. Haben uns Zeit gelassen, alle vorgelassen und sind schön ruhig abgetaucht und je tiefer es wurde, um so mehr verschwand die Übelkeit. Und ich überstand dann sogar die Rückreise hervorragend.

    Das Essen ist der Hammer! Das sieht so lecker aus.

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