Wieder ein später Morgen mit ausschlafen „bis in die Puppen“. Cappu/Kaffee. Klamotten sortiert. Getrödelt, Pause. Cappu/Kaffee. Klamotten gepackt. Pause. Noch einen Cappu/ Kaffee. Klamotten in die Tauchbasis geschleppt. Lustig in der Tauchbasis abgehangen und wegen unseres Rückfluges geblödelt. Wenn es nach mir ginge, hätte ich heute gegen eine Verspätung von 24 Stunden nichts einzuwenden gehabt 😉 auf Kosten von Condor Urlaub zu machen, war nicht der Plan, hätte aber mal was 😀 Und bis Sonntag hab ich Zeit.

Später bin ich mit H. noch einmal Dröhnchen fliegenlassen gegangen. Wir standen auf der Dachterasse der Basis und beobachteten den Hafen, ob P. mit dem Boot schon am Einlaufen ist. Wirklich toll, dass die Kamera trotz stark wehenden Windes keine Verwackler drin hat. Ab und zu wich das Dröhnchen selbständig irgendwelchen Hindernissen aus, vermutlich den Vögeln. Bei 45 % pfiff  H. sein Dröhnchen zurück. Auf der Straße kam ein kleiner Junge des Weges und schaute nach oben, als er den Schatten des Dröhnchens vor sich auf dem Boden wahrnahm. H. machte sich einen Spaß daraus: er holte sie genau auf Augenhöhe des Jungen herunter. Der Junge schaute nun direkt aufs Dröhnchen, bis er sich umdrehte und die Beine in die Hand nahm. Sehr witzig, was hab ich gelacht. Er hat sicher gedacht, die Außerirdischen holen ihn ab 😀

Bei A. bestellten wir ein letztes Mal etwas zu essen. Man könnte fast meinen, es wäre die Henkersmahlzeit gewesen. Denn es war soweit: die stille Beerdigung stand an. Mein geliebtes halbtrockene NanoTecTier hatte seine Dienste getan. In Limni hat er vor ca. 10 Jahren den Weg zu mir gefunden. Von Limni aus würde er nun nach vielen 100 gemeinsamen Tauchgängen in den NeoprenTier-Himmel aufsteigen. Traurig war ich. Eigentlich wollte ich noch bis zum Ende dieser Saison gemeinsam mit ihm Tauchabenteuer erleben. Aber so, wie er nun von der reißerischen CatCat zugerichtet wurde, musste ich mich von ihm vorzeitig verabschieden. Ich hielt noch ein letztes Mal meine Nase in das weiche Neopren. Diesen Geruch, den ich so liebte, hab ich in meiner größten Geruchskammer konserviert.
Dann bin ich mit dem NanoTecTier raus zur großen grünen Urne. Auf dem Weg dorthin ließ D. auf seinem Smartphone den typischen Friedhofsmarsch erklingen. Na toll, nun kamen mir tatsächlich echte Tränen.

Mit einer kurzen liebevollen Rede und einem letzten Gruß stiefelte das NeoprenTier bereitwillig erst mit dem rechten, dann mit dem linken Bein in die große Kiste. Ein letzter winkender Gruß mit dem Ärmel, dann verschwand er in der Tiefe. Und noch einmal zog es ihn heraus, schaute uns noch einmal an, winkte uns zu, bis er sich vollends zur Ruhe bettete.
L. brachte sogar Blümchen und bedeckte ihn liebevoll.

Vielen Dank für die Anteilnahme. „Mach et jut NanoTecTier“.

Gegen 17 Uhr wurde es spannend; wir verfolgten online, ob der Flieger aus STR in Richtung ZTH abfliegen würde. Und tatsächlich: mit einer Verspätung von nur ca. 40 Minuten verließ er das Ländle. Wir würden um 18 Uhr von einem MiniBus abgeholt werden… Es wurde jedoch 18.15 Uhr, als ich allmählich nervös wurde… vom MiniBus keine Spur. Wenn wir jetzt die Maschine wegen des nicht erscheinenden MiniBusses verpassen würden, wäre das nicht wirklich in meinem Sinne 😉 Kurz darauf kam der MiniBus.

Und was für einer :0  Wow.

Auf dem Airport: absolutes Chaos. Irre viele ungeduldige Menschen reihten sich in enge Schlangen. Irgendwann wurde ein 3. CondorSchalter geöffnet. Trotzdem erfolgte die Abfertigung nicht zügiger. Bei meiner wirklich leeren, aber übergroßen Reisetasche wurde ich gefragt, ob sich auch wirklich nur Klamotten oder auch Sportgepäck darin befinden würden. Ich log! Natürlich nur Klamotten. Was geht es die an, ob ich 100 Schlüpper oder 10 Bücher oder X-Packungen Kondome oder Vibratoren oder sonstige Nicht-Klamotten neben den üblichen Klamotten etwas Sportgepäck in meine Reisetasche gepackt habe, sofern ich das max. Gewicht von 20 kg einhalte? Nervig. Das Gepäck wird eh mit den anderen Gepäckstücken ohne Sonderbehandlung transportiert, egal was sich darin befindet. Die versuchen es immer wieder, zusätzlich Geld zu scheffeln. 
Um in die Kontrolle für das Handgepäck zu kommen, musste man in die obere Etage. Doch wurden aber immer nur wenige Reisende auf die Rolltreppe gelassen, da die Kontrollstationen – es gab nur 2 Schleusen – komplett überfüllt waren. Unsere Kameras wurden nicht gefilzt, kein Auspacken und Präsentieren notwendig. Klar, die Gates waren bereits geöffnet, der Flughafen überfüllt, und sie wollten die vielen Menschen einfach nur loswerden. 20 Minuten vor Abflug würden die Gates nämlich geschlossen werden. Unser Flieger hatte nur noch 15 Minuten bis zum Abflug. Am Gate, welches nun wieder im Erdgeschoss lag, angekommen, waren es offiziell nur noch 8 Minuten. Hätte man es genau genommen, hätten wir gar nicht mehr mitfliegen dürfen, aber unsere Taschen waren ja bereits auf dem Weg in den Flieger bzw. schon drin. Draußen stand eine komplett weiße Maschine mit Littauer Kennzeichen. Das war unsere. An Bord saßen wir zufällig direkt neben D., der mit uns den Urlaub verbrachte und bereits online eingecheckt hatte. Allerdings hat er am CheckIn für seine Gepäckabgabe genauso lange warten müssen wie wir auch.
Irgendwann gegen 21 Uhr rollte die Maschine an und machte einen Höllenlärm dabei. Während des gesamten Fluges hatte man das blöde Gefühl, dass mit dem Flieger etwas nicht stimmte, weil er ziemlich laut und in einem grellen Ton brummte und rasselte.  Tinitus in Trötenform. Aber wir flogen. Wollte man an Bord etwas trinken oder essen, so musste man jede Kleinigkeit bezahlen. Ich verzichtete sehr gern! Vom Flieger aus konnten wir anfangs einige Gewitterblitze in den Wolken direkt neben uns, später die beleuchtete Arena in MUC unter uns bewundern.
Gegen 22.20 Uhr landete der Flieger. Wir holten Gepäck und Kangoo, und gleich darauf waren wir auf der Piste, A8, mit freier Fahrt. D. lieferten wir vor seiner Wohnung ab und waren 20 Minuten später auch daheim. Auf Balkonien fielen wir über Kekse her uns spülten sie mit einem schlaf-schnell-Bier hinunter. Gute Nacht weit entferntes Zante.

4 thoughts on “Zante Teil 12

  1. Der Flughafen war Chaos :-O
    Home sweet home. Ich habe geschlafen wie ein Stein. Ohne kläffende Hunde oder krähende Hähne. Lustigerweise fängt meine Waachmaschine gerade an zu schleudern und klingt die das Flugzeuggeräusch 😀

    1. Die Kläffis, das Federvieh sowie die Jauler vor meiner Tür haben mich nicht gestört. Dies gehört zur mediteranen Landidylle einfach dazu 😉

  2. Schön, dass ihr alle wieder gut angekommen seid und einen schönen Urlaub hattet. Schade für deinen Anzug, war er echt nicht mehr zu retten!?

    1. Nein, liebe Caro. Ich weiß, Du hättest ihn wunderbar geflickt, aber die Wunden waren zu groß. Danke Dir 🙂

Kommentare sind nicht mehr möglich.