ja, aber Ihr müsst Euch keine Sorgen machen. Mir geht’s gut, ich bin noch da, aber derzeit fast jeden Tag im Wasser. In BaLi dachte ich, die Epidemie wäre größtenteils überstanden. Leider habe ich bei den letzten beiden Tauchgängen dann wieder OchsenKaulis gesehen, die gerade erst geschlüpft sein müssen. Grrr. Den Laich hab ich nicht entdecken können. Schade. Ich hätte ihn fotografiert und natürlich vernichtet… Die OchsenKaulis sind eingeschleppte Amis und machen uns alle Seen zunichte 🙁

Voriges Wochenende habe ich meinen ersten größeren UW-Fotokurs als Referentin absolviert, nachdem ich ähnliche, aber wesentlich kürzere Kurse in den letzten Jahren im kleineren Rahmen privat gegeben habe. In den 3 Tagen habe ich 3 große Theorieblöcke abgehalten, und wir waren auch 3 mal tauchen im Hufi. Dabei habe ich selbst fast keine Fotos gemacht, um mich auf eine Schülerin mit den wenigsten Fotoerfahrungen zu konzentrieren (guiden und fotografisch zu unterstützen). Schade, dass ich beim Knipsen nicht genau hingeschaut habe.

Ich hab tatsächlich eine Karpfenlaus fotografiert, ohne sie vor Ort zu bemerken – ist ja nichts Neues. Aber dieses Teil ist schon wirklich etwas aus einer anderen Welt. Gruselig. Außerdem habe ich erstmals gehätete Babykrebse gesichtet.

Alles in allem lief der Kurs wohl ganz gut – zumindest hat sich niemand beschwert 😀   Und das Wochenende an sich vor Ort bei besten Gegebenheiten: Sonne, warm und praktischer Unterkunft direkt am See mit netten späten Abenden mit unseren „Kroatien-Freunden“ war sehr sehr schön.

Es ist immer noch sehr warm. Wenn es gewittrig wird, dann ordentlich. So habe ich letzten Samstag mit meinem Mittaucher etwas erlebt, was ich bisher nur aus den Medien kannte. Und mein Fred hat mir bewiesen, dass er schwimmen kann. Nach dem Tauchgang sind wir bei Gewitter aufgetaucht, zum Auto geeilt, umgezogen, losgefahren. Dann fing es auch schon gut an zu pladdern. Regen war es jedenfalls nicht 😉 Am Dorfeingang fuhr vor mir ein kleineres Auto, welches in einer Pfütze stehenblieb. Hallo, warum bleibt der stehen? Ich fuhr links an ihm vorbei, merkte, dass es Fred schwer hatte und gab Gas. Das Wasser ging Fred bis zum oberen Schweller. Na super. Dann rollte auch schon eine riesige Wasserwelle den Berg hinab – direkt auf uns zu. Wir waren, bis auf einen kurzen Aufschrei beiderseits, sprachlos. Als wir um die Ecke bogen, wurde es noch unglaublicher: Aus den Gullis sprudelten hohe springbrunnenartige Wasserfluten. Zum Teil hoben sich die Gullideckel an. Ich musste also Fred um die Gullis herumlenken, damit wir nicht steckenblieben. Wahnsinn. „Leider“ waren wir beide so beeindruckt, dass wir gar keine Fotos geschossen haben, kann ich hier also nicht zeigen. Zurück zum Knipsen wollten wir aber auch nicht mehr – war uns beiden zu heikel.

Und dann war ich mal wieder an meinem See mit Sondergenehmigung. Kaum noch Wasser drin. Der Anblick unerträglich 🙁 Ich ging dann auch tauchen dort. Im März und Mai dachte ich noch, der See sei hin. Aber er schien in den letzten Wochen explodiert zu sein. Überall große Pflanzen. Man kam kaum durch. Okay, die Sicht war mies. Kein Wunder, wenn so wenig Wasser drin ist und die Badegäste über die Sandbänke durch den See laufen. Ich suchte meinen Milbenbaum, aber ich fand ihn nicht. Der war wohl komplett im Grünen eingeschlossen. Als ich dann irgendwann kleine Lilien fotografieren wollte, fühlte ich mich beobachtet. Ähm, Schnorchler von oben? Nee. Anderer Taucher? Ganz sicher nicht. Was mich da anglotzte, war ein echt großer Wels. Huch. Hab mich etwas erschrocken. Er blieb ca. 5 Minuten bei mir, wie schön. Leider zeigte er mir nur 2 mal kurz sein Gesicht. Naja, mit meinem Supermakroobjektiv hätte ich ihn eh nicht ablichten können. Aber ein Erlebnis war es. Mit allem hätte ich gerechnet – aber nicht mit einem Wels.

Und dann war da noch die lange MoFi. Erst war ich etwas bedröppelt, weil niemand Zeit hatte, mit mir in den Wald zu fahren. Allein war ich doch zu ängstlich… Schließlich durfte ich dann kurzfristig aufs Dach der LS 😀   Yippih.

Anfangs versteckte sich Herr Mond hinter einer einzigen Wolke, die am Himmel stand. Dann aber tauchte er auf 🙂

Noch ein Tauchgang, wieder Glück. Seit 17 Jahren tauche ich in den heimischen Baggerseen, aber erstmals konnte ich beobachten, wie sich Sonnenbarsche paaren. Welch tolles Schauspiel. Sie haben immer wieder umeinander getanzt. Sehr niedlich anzusehen.

Tja, so ist nun auch der erste Monat vom 2. Halbjahr wieder vorbei. Richtig zustandegebracht hab ich nichts bisher. Man kann ja nicht immer viel machen. Aber ab nächsten Monat wird es wieder abwechslungsreicher. Vielleicht 😉

Update

 

Nun hab ich auch hier im See eine Karpfenlaus am Hecht fotografieren können. Danke A. fürs Zeigen (Bild ist mit Handy von meiner Cam abfotografiert).

Und wieder eine Schülerin glücklich gemacht 🙂  Haben diesmal entdeckt, wie die Sonnenbarsch-Babies von letztens (PaarungsTanz)bewacht wurden.

2 thoughts on “Etwas ruhig hier…

  1. Ich habe schon jeden Tag geschaut und dachte du hast viel zu tun! Freue mich schon riesig auf einen Fotoausflug- egal ob üw oder uw!
    Liebe Grüße von der anderen Seite der Autobahn!

  2. Na ganz so ruhig war es ja dann doch nicht bei Dir. Allerdings muss ja nicht immer was los sein, schon gar nicht bei der Hitze.

    Schön, dass Du einen größeren Kurs geben durftest und Du mit dem Verlauf zufrieden bist. Das zeigt doch, dass Dein Können geschätzt wird. Freut mich!

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