scheint die Natur geraten zu sein. Neu ist uns das nach den vielen Wetterkapriolen natürlich nicht. Nur sehen wir nicht einmal die Kleinigkeiten, weil niemand mehr genau hinschaut.

Am Feiertag – bei uns der 1.11. – fuhr ich raus an meinen Wintersee, um die Sonnenstrahlen über dem bunten Herbst und das Glitzern des Wassers zu genießen.

Auf dem See bewegten sich einige Stand*Up*Paddeler. Was eine schöne Beschäftigung. So ruhig gleiten sie dahin. Es werden immer mehr, die sich für diesen Sport begeistern.

Im See befanden sich 3 Taucher, was ich an den Luftblasen erkennen konnte. Als sie auftauchten, sah ich, dass es sich um eine Ausbildungsgruppe handelte. Ein TL mit zwei 12jährigen Jungs. Grrr. Gut find ich das wirklich nicht. Ich mach nur 1:1 Ausbildung. Bei Kindern erst recht. Unglaublich. Die Mütter standen mit Handtüchern draußen. Als würde das was bringen. Es war ein kühler Tag, der See hat 8°, die Jungs im nassen Neopren…

Am Ufer standen 3 englisch sprechende Pärchen (Holländer und Deutsche) mit einem sooo süßen Dalmatiner*Baby. So schön gescheckt und knuffelweiches Fell. Er (der Dalmatiner*Hund war allerdings eine Sie) spielte ohne Angst mit mir und machte mich dabei ordentlich schmutzig – egal. Dieses drollige KnuffelDing und ich hatten einfach nur Spaß. Noch nie habe ich einen Hund so flauschig empfunden. Wahnsinn.

Da ich natürlich meine Cam dabei hatte, musste ich (heimlich) draufhalten. Als dann 3 größere Hunde kamen, wurde mein kleiner neuer ‚Freund‘ angeleint.

Die 3 großen Wuffis tollten auch herum und hatten Spaß, während sich ihre Frauchen & Herrchen plappernd anfreundeten.

Über dem See flogen – was wohl niemandem außer mir auffiel – massig Libellenpaare, die scheinbar für Nachwuchs sorgten.

Noch nie hatte ich das Schauspiel so wahrgenommen:

Sie paarten sich im Flug wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche, um dann mit dem ‚Schwanz‘ im Wasser wippend wohl die Eier abzuschütteln. So sah es zumindest aus; sehr interessant. Die Barsche hat es auch gefreut, sie sprangen nämlich weit heraus und fraßen die Libellen. Manchmal erwischten die Barsche nur eine Libelle, während die zweite Partnerlibelle über der Wasserfläche suchend allein zurückblieb. Da aber auch diese der Fische Beute waren, gab es im See viele Platscher von fliegenden Fischen. Irres Schauspiel.

Und dann gab es da noch die sich im Wasser spiegelnde Laubfärbung.

Heute Früh um 5 Uhr hat mich eine irre Horde Kraniche geweckt, die lautstark über mein Haus Richtung Süden zog. Recht spät, hat doch der November bereits begonnen. Dann wird es jetzt wohl doch einen Winter geben? Na, ziehen wir uns mal warm an!!

PS. Schade, dass ich das Schauspiel nicht sehen konnte – war ja noch dunkel.

1 thought on “„Aus den Fugen“

  1. Winter nah, wo? Heut ist es warm bei uns, also nichts vom Winter zu spüren. Wird sicher wieder Knall auf Fall kommen und keiner ist, wie immer, drauf vorbereitet.
    Schöne Fotos! So neckische Libellen durfte ich auch schon mal beobachtet.

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