halte ich mir nicht mein Handy, sondern einen Spiegel vor Augen und verrate Euch mal „ein paar Fakten“, also unnützes Wissen, über mich  😀

1.

Auf dem Boden liegendes Geld hebe ich auf. Völlig unrelevant, ob 1 Cent oder 20 Euro (mehr Geld habe ich bisher noch nicht gefunden). Ich fahre mit dem Rad schon auch mal ein paar Meter zurück, wenn ich etwas Geld im Vorbeifahren entdeckt habe.
Anschließend wird 3x draufgespuckt, ein Wunsch geflüstert, und dann bleibt das Geldstück ein paar Wochen auf einem Ehrenplatz, bevor es ins Portemonnaie wandert.
Und ja, ich finde oft Geld und wundere mich, warum es niemand einsteckt.
„Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht Wert!“

2.

Habt Ihr Lebensmittel, die Ihr so gar nicht mögt? Grießbrei!  Milchnudeln! Milchreis! Mag ich alles nicht essen und möglichst auch nicht riechen. In den 90ern war ich jährlich im KinderCamp. Wenn Milchreis auf dem Mittagstisch stand, habe ich lieber organisatorische Sachen erledigt und eine Mahlzeit ausgesetzt, als mit den Kids am Tisch zu sitzen. Einmal, ich hatte noch nicht die Leitung des Camps, war ich ausgerechnet an einem Milchreistag mit dem Tisch- und Spüldienst dran. Also fragte ich unseren Camp-BM, ob er für mich übernehmen würde. Dieser, ein guter Kumpel von mir, übernahm natürlich. Später kam er mit einem extra Schüsselchen Milchreis, welches er sich für später gemopst hatte, an mir vorbei. Er hielt es mir unter die Nase – und es kam, wie es kommen musste…. ich übergab mich bzw. meinen Mageninhalt 😀 Selbst schuld, wenn man mir nicht glaubt!

3.

In Fotoalben blättern? Aus Kindheitstagen? Wollte ich immer gern. Meine Familie hatte dafür jedoch nicht so viel Interesse (und Zeit) übrig und lagerte die wenigen Fotos wirr durcheinander in Schmuckkartons. Wahrscheinlich überschütte ich sie deshalb jetzt mit meinen Fotos. Als Jugendliche stöberte ich in den Schubladen meiner Eltern – ich glaube, jeder von uns hat das früher mal gemacht. Dabei fand ich  unentwickelte Filmspulen. Diese nahm ich mit in meine Foto-AG zur Berufsschule. Es stellte sich heraus: bei diesen schon angestaubten Filmspulen handelte es sich um Bilder meiner Einschulung. Diese habe ich dann 12 Jahre danach selbst entwickelt und vergrößert.

4.

Ich liebe Schwarzwaldklinik, Traumschiff und co. und schäme mich nicht dafür.  Mit Actionfilmen kann ich nichts anfangen, da schaue ich lieber Psychothriller.

5.

Tattoos mag ich nicht („man klebt ja auch keine Sticker auf einen Ferrari!“), aber ich hab eins. Ungewollt. Einen blauen Punkt. Mein Banknachbar in der Schule war sauer, weil ich ihn nicht habe abschreiben lassen. Da rammte er mir seinen Füllfederhalter in den Oberschenkel. Eine bleibende Erinnerung.

6.

Ein gutes Langzeit (Elefanten) gedächtnis? Hab ich: für Aktionen, Namen und Daten. Noch heute kenne ich jeden Geburtstag meiner Schulkameraden und weiß viele – für andere längst vergessene – Geschichten aus meinem Leben auf den Tag genau. Alte betriebliche Rufnummern aus Zeiten ohne Wahlwiederholung am Telefongerät oder frühere Adressen von Freunden habe ich im Kopf. Aber stures Auswendiglernen und bleibendes Faktenwissen aus der Geschichte oder aktuelle Handynummern sind nicht so meins.

7.

Morgenmuffelig? Ich bin alles Andere als das! Singen, quasseln, tanzen, egal, ob sehr früh, ohne Kaffee, den ich eh nicht mag oder Frühstück im Bauch? Kann ich! Allerdings bin ich auch eine Nachteule. Schlafen? Nicht mein Ding.

8.

Gerechtigkeitssinn? Hab ich! Und extrem stark ausgeprägt ist der; woher auch immer das kommt. Nervt mich nicht wirklich. Die Ungerechtigkeit ist das, was mich zur Weißglut bringen kann.

9.

Mit Ärztepfusch Geld verdienen? Kann ich nicht. Trotzdessen, dass ich wegen meines Blinddarms 3x in der Klinik lag und 2x operiert wurde, weil eine vergessene Spule sich verkapselt hatte. Nach der 2. OP bin ich mit dem aufgeschnittenen Bauch ca. 2.5 Stunden nach dem Aufwachen aus der Narkose aufgestanden und nach Hause gefahren und sogar die 5 Etagen Altbau hochgelaufen. Pflegen? kann ich mich selbst!

10.

Grammatik- und/ oder Rechtschreibfehler im Deutschen? Völliges Unverständnis! „Wegen dem“ oder  „machen tut“ – das tut mir weh. „Wer brauchen nicht mit zu gebraucht, braucht brauchen gar nicht zu gebrauchen“. Schreib- (nicht Tipp-!) fehler in Briefen beleidigen mich.

11.

Musik ist wichtig. Viele Songs verbinde ich mit Erinnerungen an diverse Erlebnisse. Egal, welche Musikrichtung – ich kann alles hören, sofern es nicht stur immer dasselbe ist.

12.
Früher konnte keine Achterbahn irre genug sein. Heute trau ich mich gar nicht mehr hinein. Hab letztens im Riesenrad in KA schon gedacht, ich packs nicht. Allerdings saß ich dort allein drin und hatte eher Angst vor „dem Bösen von außen“.

13.

Autofahren ist Yoga für meine Seele. Wenn ich nicht gerade im Stau stehe, liebe ich es. Lieber fahre ich 8 h am Stück ohne Pause (!) selbst, als dass ich als Beifahrer daneben leiden muss. Mieser Beifahrer – kann ich!

14.

Bis auf ein einziges Hörbuch (Gabi K.) habe ich niemals Hörbücher gehört. Es gibt Menschen um mich, die noch heute „TKKG“ oder „3???“ zum Einschlafen hörend brauchen.
Übrigens habe ich auch nie Comics gelesen.

15.

Impulsiv? Kann ich.
Habt Ihr vor Wut schon mit Gegenständen geschmissen, um die es wirklich schade war? An einem meiner Geburtstage habe ich eine Torte an die Wand geklatscht. Und danach hab ich einen solchen Lachflash bekommen, dass die Wut direkt erloschen war. Sehr befreiend!

16.

Kratzen, beißen, schlagen? Kann ich. Zumindest hauen. Im Affekt.
Es soll einen Mann geben, der noch in der Hochzeitsnacht von seiner frisch Angetrauten eine „Backpfeife“ geschmettert bekommen hat 😉  Ich bin nicht stolz darauf. Aber man sollte es auch nicht so herausfordern!

17.

Gläubig oder abergläubig? Beides irgendwie. Den Glauben an mich selbst kann mir niemand nehmen. Opas Ausspruch „Bist Du Gottes Sohn, so hilf Dir selbst!“, prägte mich. An etwas Höheres zu glauben gelingt mir nur in der äußersten Not, vielleicht, ein bissel, ansatzweise. Abergläubig bin ich in Bezug auf Geldfunde, mit dem linken Fuß aufstehen, KFZ-Kennzeichen = 3×6, schwarze Katzen von links nach rechts und unter einer Leiter durchlaufen dagegen sehr.

18.

Tussi sein? Ganz bestimmt nicht ich! Der Zwang, im früheren Arbeitsalltag Röcke und Blusen tragen zu müssen, hat aus mir einen Hosenmenschen gemacht. Gleiches gilt fürs Schminken.

19.

Menschen, die so ziemlich jeden Satz mit „ich“ beginnen, langweilen mich sehr schnell.

20.

Manchmal würde ich gern wissen, was aus bestimmten früheren Freunden, Klassenkameraden, Kollegen geworden ist. Aber genau diese besonderen Personen findet man nicht in den sozialen Netzwerken. Sehr schade.

21.
Wasser anbrennen lassen? Kann ich. Es gab eine Zeit, in der konnte ich keinen Reis kochen. Immer wieder hab ich das Wasser auf dem Herd vergessen, bis der Topf glühte.

22.

Rampensau? Bin ich. TV Auftritt beim swr3 – als hätte ich nie etwas Anderes gemacht. Nicht umsonst stand ich früher zig Male auf der Theaterbühne mit ordentlich viel Text. Bei INA am Fenster zu stehen, gilt dabei nicht.

23.

Unordentlich und faul sein? Kann ich, obwohl ich zur absoluten Ordnung erzogen wurde. Aber ich kann es genießen, alles unordentlich zu machen, zu faul zu irgendwas zu sein, um dann binnen kürzester Zeit alles wieder perfekt aufzuräumen.

24.

Mit mir auf Reisen alleine sein? Kann ich gut genießen. Meist entscheide ich auf solchen Touren grundlegende zu ändernde Dinge in meinem Leben oder ich träume einfach vor mich hin. Und wenn ich genug von mir selbst habe, komme ich in der nächsten Sekunde mit Menschen ins Gespräch.

Aber den Jakobsweg laufen, um mich selbst zu finden? Kann ich nicht. Ich hab mich noch nie gesucht. Bedeutet: mit so manch Psychogedöns kann ich nichts anfangen.

25.

„Und immer muss ich mich langweilen….“ in meiner Freizeit chillen und nichts tun, das ist nicht mein Ding. Immer auf Spur, rastlos sein – ich liebe es. Folge ich dann doch dem allgemeinen Herdenzwang, finde ich es später oft schade um die verlorene Zeit.

Demnächst fallen mir ad hoc sicher wieder einige Dinge über mich ein. Vielleicht habt Ihr ja auch den einen oder anderen Gedanken zu meiner Person oder diverse Erlebnisse mit mir, die mich ausmachen, dann dürft Ihr die hier gern loswerden.