Gegen 3:15 Uhr weckte ich Fred und fuhr ihn aus seiner kuscheligen Garage. Yoda sagte, 4,5 Stunden bis Österreich. Trotz der frühen Uhrzeit war auf den Straßen ziemlich viel los. Am See, den es ja gar nicht gibt (Insider), habe ich die Vignette und noch etwas kalten Kaffee gekauft. Ich bummelte durch den irre schönen Frühnebel und steuerte mehrere Parkplätze zum Fotografieren an. Keine Chance. Wer hat nur diese Parkplätze mit Sichtschutz erfunden?

Pünktlich, um 8:30 Uhr fuhr ich auf den Hof meiner Freundin. Ihr Mann war auch schon wach und bereitete gerade seine Tauchklamotten vor, so dass wir nach einem Kaffee direkt zum Attersee fuhren, um seine leeren Flaschen zu füllen.

Ich bestaunte die Tauchbasis die sich doch wieder etwas verändert hatte; ein neuer Raum und der Holzhecht sind hinzugekommen. Vom Attersee ging es dann nach Gmunden zur Eishalle. Dort fand ein Eishockey-Event („Ribbon Pink“ – Österreich. Krebshilfe) statt, bei dem der Junior mitspielte; hier traf ich endlich auch auf meine Freundin.

Wir schauten uns ein paar Spiele bis zur größeren Pause an. Danach fuhr uns der Fred zum nahegelegenen Traunsee, währenddessen meine Freundin bei der Eishockey-Jugend blieb und  eine Schifffahrt unternahm. Glücklicherweise bekamen wir noch einen Parkplatz nahe am Einstieg. Während wir uns umzogen, posierte ein Brautpaar auf der Brücke.

Was für ein Taucheinstieg! Idyllisch! Und beim Auftauchen als erstes den Berg gesehen. Ein Traum.

Beim Abtauchen bot sich uns ein Schauspiel, was mich auf den Gedanken brachte, einfach gar nicht bewegen und hier bleiben, gar nicht weitertauchen. Im Flachwasser standen über dem irre grünen Gras hunderte von Eglis und darüber hunderte von Rotfedern und Forellen. So schön dieser Anblick. Wir zogen durch diese Fischwand hinab zur Steilwand bis weit hinter das Kloster auf ca. 26 m Tiefe. Stockduster war es. Auf dem Rückweg entdeckten wir in ca. 12 m Tiefe den alten VW Bulli. Meine Herren war der hübsch. Er war über und über gleichmäßig bewachsen mit Muscheln. Als hätte sie jemand Stück für Stück nebeneinander geklebt. Die Sicht war so genial. Schade, dass ich keine Kamera mit einem Weitwinkel dabei hatte. Vom Bulli, so ein richtig alter, noch mit runden Augen, ging es dann weiter an den beiden Plattformen vorbei zu dem spitzen Kanu. Kurz davor beobachtete uns ein Hecht. Soo schön. Nachdem wir uns am Parkplatz wieder trockengelegt hatten – zum Unbehagen der Hochzeitsgesellschaft – fuhren wir zurück ins Haus. Meine Freundin und der Junior waren auch schon angekommen. Wir saßen seelenruhig in der Sonne, bis wir alle 3 vom Missgeschick des Juniors adrenalinübersteuert in der Gegend herumliefen. Was war passiert? Er hatte die Haustür zugeschmissen, alle Schlüssel lagen drinnen. Der Schlüsseldienst viel zu teuer am Wochenende, somit keine Option. Also musste ins eigene Haus eingebrochen werden, der Junior durch das aufgehebelte Fenster schlüpfen. Noch mal gut ausgegangen. Mittagessen leckere Pizza. Lange saßen wir in der Sonne, abends wurde selbstgedrehte Wurst gegrillt. Nachdem der Junior im Bett war, schmückten wir das Wohnzimmer zu seinem Geburtstag. Spät ging es ins Bett.

Sonntagmorgen ausschlafen, Frühstück, der Junior durfte seine Geschenke auspacken und noch etwas Goli trainieren,

dann fuhren wir – mit einem kurzen Halt an einer stillgelegten Eisenbahn-Tunnel-Trasse zum Abarena an den Wolfgangsee.

Dieser Park war ein schöner großer Spielplatz, auf dem auch ich zeitweise noch einmal zum Kind wurde und diverse Spielangebote ausprobierte.

Nach dem Mittagessen wurde noch etwas weiter gerutscht, geschaukelt und gespielt, bis wir zum Dorf der Tiere hinüber liefen. In die Esel hab ich mich direkt verliebt. Sooo süüüß.

Später fuhren wir noch zum Drehort des modernen „Weißen Rössl“ aus 2013.

Was für ein irre schöner Lost Place. Gern wäre ich rein, aber mit Junior 🙁   Vorbildfunktion etc… 

Diese Villa würde mir gefallen zum Restaurieren….

Gegen Abend fuhren wir ins Haus und ich nach einem schnellen Kaffee auf die Autobahn. Morgens um halb 2 war ich wieder daheim. Schön war es.

Danke liebe Caro. Wir sehen uns bald wieder, dann aber wieder länger 🙂

1 thought on “Knapp 36 Stunden Österreich

  1. Das stimmt, schön war’s… Freu mich schon auf das nächste Mal! Jetzt heißt es bei uns erstmal, auskurieren!

    Bei der Villa wäre ich dabei. Haben uns den Film gleich nochmal angeschaut. Übertrieben kitschig, aber lustig!

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