Nach 7 h Schlaf war ich munter und bereit, aufzustehen. Auf den 2fach gestellten Wecker wollte ich nicht warten. Nicht, dass ich verschlafe. Das konnte ich mir heute wirklich nicht leisten… Nach einem Cappu auf dem Balkon habe ich fast alle Stecker (Kühlschrank natürlich nicht) gezogen und den sowieso nicht wirklich offenen Hauptwasserhahn wieder geschlossen. Machs gut Wohnung – lass Dich nicht klauen, abfackeln oder überschwemmen. Gegen 4.40 Uhr verließ ich das Haus bei trockenen 20 Grad und winkte in Gedanken meinem in der Garage schlafenden Fred zu. Weil heute Morgen keine Strapazenbahnen fahren würden, überlegte ich kurz, ob ich 3.8 km Richtung HBF oder 3.0 km Kleinbahnhof in D. wählen sollte, entschied mich für den längeren Weg zum HBF und stiefelte los.

Bis zur ILS waren es ca. 20 Minuten. Am Schloss GA beobachtete ich die lustigen vier Häschen, die auch schon wach waren und Gras mümmelten.
Dann ging es durch den dunklen alten Teil der Südstadt, und kurz darauf kam ich am HBF an. Der Bäcker hatte schon auf, so dass ich mich zum Kakao und Schokobrötchen auf den Ledersessel fallen ließ. Verschnaufspause. Schnell noch Urlaubsgeld am Automaten gekauft und die Füße im bereits wartenden Yello Express auf dem Sitz hochgelegt. Jetzt konnte es gern losgehen 🙂  Pünktlich fur der Zug ab; sehr leise rollte er Richtung Stuttgart. So viel Beinfreiheit. Auf meinen künftigen Fahrten ins KM würde ich lieber mit dieser Bahn fahren, aber da muss ich leider immer den Beamten-Express nehmen. Schade.
In Stuttgart angekommen, gönnte ich mir eine quietschkalte Cola zum Wachwerden, beobachtete bei kaltem Nasswetter den Sonnenaufgang und wartete auf die S-Bahn Richtung Flughafen, die 20 min. später eintrudeln sollte. In der S-Bahn erhielt ich eine SMS meiner Airline, dass Handgepäck wegen starker Auslastung einzuchecken wäre. Na super. Alles lief so gut. Warum jetzt diese Nervmeldung? Am Flughafen angekommen, schnappte ich noch einmal kurz frische Land-(Kerosin)luft und spazierte Richtung CheckIn. Eingecheckt hatte ich am Mittwoch online schon. Insofern würde ich dem separaten CheckIn des Handgepäcks in den Frachtraum vielleicht entgehen? Hoffte ich. Natürlich „durfte“ ich zum Sprengstofftest. Nicht wegen der Kamera; ich wurde sporadisch herausgezogen.
Im Transfer trank ich noch einen Cappu und wartete, bis ich den Weg in den Keller zum Gate nahm. Hoffentlich würden mich die Stewardessen mit dem Handgepäck durchlassen. Ringsherum saßen nur Menschen ohne Gepäck… Kurz vorm Boarding kam dann der Aufruf durch den Lautsprecher, man soll das Handgepäck am Transitschalter aufgeben – NEIN, das wollte ich nicht!!! Meine Kamera, das  Unterwassergehäuse, die Blitze – ich wollte sie nicht von den Kofferwerfern  misshandeln lassen! Ich überlegte mir für den Notfall jeden Satz, den ich herausbringen wollte, um mein Hab und Gut zu verteidigen. Das Boarding begann. Die, die noch Trolleys oder auch größere Rucksäcke bei sich hatten, wurden herausgezogen, mussten ihr Gepäck abgeben. Na super 🙁  Als ich bei der „Schaffnerin“ ankam, wurden vor mir 2 Männer, die schon fast am Bus waren, noch einmal zurückgerufen. Auch sie mussten ihre Taschen nachträglich abgeben. Mir war echt schlecht. Ich stellte mich so auf, dass man mein Gepäck nicht sofort wahrnahm. Hoffte, sie würden mich in Ruhe lassen und ging durch. Kaum durch, rief die eine Boarding-Tante, man solle zurückkommen und seine Sachen abgeben. Ich reagierte nicht. Die beiden Männer hinter mir brachten ihre Trolleys zurück. Im Bus angekommen, fühlte ich mich sicher. Ich hatte es geschafft. Kam auch gleich ins Gespräch mit den Männern. Sie fanden es nicht schlimm, stimmten mir aber zu, dass sie sich an meiner Stelle auch geweigert hätten….


Mit dem Bus zum lustigen Flieger. Letzte Reihe für mich allein. Auf dem Rollfeld nur LaudaAir und Eurowings. Nicht eine Condor, keine T.Cook. Pünktlich hoben wir ab.
Tschüß D – bis in 3 Wochen!

Im Flieger stellte ich beim HandyCheck (aufräumen und löschen) fest, dass mein Flug von ZTH nach FRA tatsächlich ein CondorFlug war.

Ankunft ZanteAirport. Mit lediglich einem Stück Handgepäck konnte ich an allen Ankömmlingen und dem KofferRollband vorbei zum Ausgang gehen. Draußen gab es eine herzliche Begrüßung von L.. Ein weiteres Pärchen haben wir noch aufgesammelt und dann ab zum DiveCenter. Auf der Fahrt dorthin konnte ich mir vom Ausmaß des großen Flächenbrandes einen ersten Eindruck machen. So unglaublich traurig.

Der obere Wald verbrannt, die Bergsiedlung kahl, schwarz. Glücklicherweise gab es keine Toten.

In der Basis herzliches Hallo von allen. Kurze Verschnaufspause. Ins Zimmer, umgezogen, und dann folgte ein arbeitsreicher Abend: Küchenvorbereitung – tatsächlich habe ich meinen ersten Kürbis (und noch weitere) geschält und geschnippelt für die Kürbissuppe. Feta-Zucchini-Bällchen gerollt, Kroitons gemacht, diverses Gemüse geschnippelt- und später beim „Meze“ bedient und abgeräumt, abgewaschen. Als schon fast alle Gäste gegangen waren, noch mit den letzten netten Gästen und der Crew am Tresen gekaspert.

Müde gegen 0 Uhr ins Bett gefallen. Gute Nacht Zante.

1 thought on “Zante ‚Job‘ – Holiday – Diving

  1. Glück gehabt mit dem Handgepäck. Immer wieder was Neues und nüscht gescheites.

Kommentare sind nicht mehr möglich.