Tag 15

Nach dem Cappu auf Balkonien zur Basis.

10 Uhr Abfahrt bei bestem Wetter zur großen Nordtour. Auf dem Hinweg gab es noch langgezogene Wellen, die die Fahrt etwas verlangsamten. Am ersten Tauchplatz angekommen, sollten M. und ich zusammen eine Gruppe bilden, aber es kam, wie es immer kam: es gab noch weitere Pärchen die sich mir anschließen wollten. Die Bucht an der Felswand verlassen und um die Ecke getaucht, kamen wir an eine große Höhle. In dieser großen Höhle, namentlich „White Hall“ gab es viel Süßwasser, das Wasser flimmerte. Die Höhlenwände waren schön bewachsen und hatten kleine Fenster. Leider bin ich nicht durch die Fenster getaucht, sonst hätte ich nach außen klare Sicht gehabt. In der Mittagspause fuhren wir zum Navagio hinüber. Es waren nur wenige Gäste dort. Wieder einmal den schönen Anblick und eine Bucht weiter mit karibischem Feeling das Türkisblau genossen, geschwommen. Die Jungs sind eine Felswand hochgeklettert und aus 10 m Höhe ins Meer gesprungen. Später gab es frisch gegrillte und selbst drapierte Burger. Für den zweiten Tauchgang haben wir nur eine kurze Umsetzung des Bootes vorgenommen und sind in die übernächste Bucht Richtung Süden gefahren und vor Anker gegangen. Es war die Bucht von „MichaelsGate“ an der linken vorderen Felsnase. Während P. einen Test-TG unternahm, haben wir uns angerödelt. Eigentlich sollten wir nur bis zur Höhle hinter der Felsnase tauchen, aber der Weg schien mir zu kurz. So tauchte ich weiter entlang der Spalten und über irre schöne Canyons hinweg sowie unter diversen Spalten hindurch. Die gebriefte Höhle besichtigte ich auf der Rücktour. Schick bewachsen mit Krustenanemonen, Salatkorallen etc. Eine lange Rückfahrt stand uns anschließend bevor. Zur obligatorischen felsigen Bucht- und Tunnelbesichtigung begrüßte uns eine Robbe. Sie schwamm direkt auf uns zu, tauchte unter dem Boot ab, um uns mit einigen Rollen an der Oberfläche als Lotse durch den Torbogen zu führen. So süß.

Zum Sonnenuntergang erreichten wir Misitris.

Wir konnten das Aufschlagen der Sonne am Horizont jedoch nicht mehr bestaunen, sie verschwand vorher hinter den Felsen, als wir um die Felsnasen bogen. In der Taverne war der MezeAbend schon in vollem Gange. Hab nur kurz geholfen. Wir waren alle so platt. Außerdem war auch nicht mehr wirklich viel zu tun. Die Mädels hatten alles erledigt und waren perfekt. Nach dem Essen sehr lange mit M. erzählt. Dann kam noch Jo. dazu. Als sich A./J. fürs RockCafé und überhaupt verabschiedeten, fuhren Jo. und ich auch ins RockCafé und trafen auf N. und J. Zusammen in gemütlicher Runde bis 1 Uhr morgens getrunken, gequasselt, gelacht. Bis zum Schluss blieb ich nicht – bin also alleine am Strand zurück zum Appartement gelaufen. Jü. schlief schon tief und fest. Die anderen vom RockCafé waren nachts wohl noch baden.

Tag 16

Große Abreise… Cappu auf Balkonien. Dann kam auch schon die erste – unsere Nachbarin J. – und verabschiedete sich. Die ApnoeGruppe war mit den 3 Wuffis schon weg. In der Taverne kurz Kaffee getrunken und in der Basis die Kiste fürs Boot fertiggepackt und anschließend mit M. zum Hafen gelaufen. Übliches Prozedere: Keetttte! Dann ging es auch bei bestem Wetter und ohne Welle mit der Neraki zu meinen Lieblings-Tauchplätzen Flintenlauf und Torbogen. Der erste Tauchgang war unglaublich schön; wir sind von der Boje über den zweiten Finger Richtung tiefstehenden Felsen und schließlich durch den Canyon zurück getaucht. Auf diesem Weg begegneten uns mehrere große unterschiedliche – anfangs neugierige – Zackis, ein Thunfisch beim Jagen, mehrere Makrelen und die dicke freischwimmende Helena. Vor der Höhle angekommen, ist M. im Kies sitzengeblieben, und ich bin alleine durch den Höhle zum Schmetterling getaucht. Kurz vor dem dunklen Canyon habe ich eine große und eine kleine orangene „Topfschnecke“ (warzige Schirmschnecke) gefunden. Als ich aus der Höhle kam, saß M. ganz artig an ihrem Stein im Kies und spielte mit einem Fisch. Beim Auftauchen hat sie Maske abnehmen geübt, leider konnte ich es nicht mehr fotografieren, Frau OLii hatte ihre Mütze schon auf. M. machte es jedenfalls prima. Plötzlich kamen 15 große Makrelen auf uns zu und zogen immer wieder hin und her, her und hin – es war ein wunderschöner Anblick in den Sonnenstrahlen. Zum 2. Tauchgang waren wir am Torbogen; leider waren wir nicht alleine, sondern sind mit einem Teenager getaucht, der eigentlich sehr ruhig im Wasser lag, aber durch jedes Loch hindurchging, ohne vorher Bescheid zu geben oder einfach viel zu tief für sein Alter tauchte – das war ein bisschen irritierend. Wir sind also an der Steilwand entlang, am Torbogen vorbei in die Altarhöhle. Darin wollte M. unbedingt durch eine kleine Höhle tauchen. Hat sie gemacht und war so stolz auf sich, dass ich sie direkt noch einmal durch diese kleine Höhle geschickt habe. Auch der Teenager „musste“ zweimal durch diese Höhle tauchen. Anschließend haben wir die Altarhöhle Richtung Dick und Doof verlassen, sind dort ein bisschen herum gedümpelt und schließlich zurück durch die Altarhöhle zum Torbogen getaucht. Leider waren die Computer von den beiden schon für den Auftauchmodus bereit, sodass wir dann im flachen Bereich zurückgegangen sind, unter dem Boot habe ich M. und dem Teenager angezeigt, dass sie bitte den 3 m Stop einhalten und selbständig aufs Boot gehen sollen. Ich dagegen bin alleine noch einmal abgetaucht in die kleine Höhle unterm Boot und habe ein Tritonshorn gesehen, welches sich komplett ausgefahren und ihren Kopf über die Eier ihrer Babies gestülpt hatte. Wunderschön. Dann war es auch für mich Zeit, auf das Boot zu gehen, und wir fuhren zurück in den Hafen. In der Basis die Klamotten gespült und mit Jü. etwas gegessen. Anschließend aufs Zimmer, geduscht, die Ausrüstung klargemacht, die Akkus geladen und wieder zur Taverne. Eigentlich dachten wir, dass keine Kundschaft mehr kommen würde, um etwas zu bestellen. Gegen 18.30 Uhr füllte sich die Basis, und dann kamen doch noch einige Bestellungen rein. Erst als ich alles fertig hatte, bin ich mit Jü und M. zum RockCafé gelaufen und bestaunten dabei vom Strand aus den vollen Mond über Marathonisi und dem Meer. Es war ein schöner Abend. Zwischendurch kam auch L. auf einen Drink vorbei. Spät ins Bett. Gute Nacht Zante.