Mit einem Cappu auf dem Balkon –  wie jeden Morgen – begann dieser Tag, als um 8.17 Uhr die Erde, also der Fußboden unter mir, zitterte und das Dach wackelte und knarrte. Es waren nur wenige Sekunden, aber es war erneut ein Erdbeben. Kurze Zeit später sahen wir im Inet, dass das Epizentrum wieder 11 km vor Zakynthos lag. Diesmal hatte es eine Stärke von 3,5. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn die Erde rüttelt und man nicht weiß, ob die Häuser halten. Ein Nachbeben haben wir nicht bemerkt. In der Taverne haben wir dann noch einen Kaffee getrunken. Schließlich war es soweit, und ich konnte meine Tauchsachen auf das Töff Töff aufladen. Im Hafen angekommen, gleiches Prozedere wie jeden Tag: die Sachen auf das Boot verladen, und dann ging die Fahrt mit dem Neraki schon los.

Kurzer Schlenker auf dem Weg zum Tauchplatz.

Keiner hatte Wünsche zum Tauchplatz, also sind wir erst zu Dick & Doof gefahren und sind dort als Vierergruppe abgetaucht. Außen an der Steilwand entlang, in eine tiefer gelegene Höhle, zur Altarhöhle, dort hinein und zurück durch die Felsspalten. Meine Mittaucher hab ich dabei verloren, also habe ich noch in die Nachbarbucht geschaut. Die Mittagspause machten wir in der Bucht von Yanakis, in der ich dann auch ein wenig schwimmen ging. Zum zweiten Tauchgang tauchten wir dort ab, weil wir unbedingt die Motorräder sehen und Spaßbilder machen wollten. Auch fand ich diese Wahl des Tauchplatzes ganz schön, weil die Familie mit den beiden Jungs so ebenfalls ein Highlight haben würde und die Motorräder sehen konnte. Das Tauchen war zwar unspektakulär, aber immerhin hatten wir eine entspannte Zeit unter Wasser. Zu sehen gab es schöne Felsformationen, etwas Schwefel, die Motorräder und einen Rotfeuerfisch sowie einen größeren Schwarm Brassen. Als einzige hatte ich aber das Glück, mit einem Zackischweinchen zu agieren. Wir schwammen Zentimeter für Zentimeter aufeinander zu, bis es ihm dann doch zu unheimlich wurde, als ein Mittaucher herbei kam und er die Flucht ergriff.

Zurück am Hafen wartete Jü auf uns, und wir konnten mit dem Kangoo zur Basis fahren. Dort fix ausgeladen, Sachen gespült und im Zimmer umgezogen.

Kurz darauf sind wir zwei zum Olivenmuseum gefahren,

in dem wir die alten und neuen Maschinen besichtigten

und natürlich Öl und Creme kauften. Weiter ging es nach Zakynthos Stadt, wo der Fährticketladen leider geschlossen hatte und wir missmutig ohne Tickets vondannen zogen, weil ich vom großen Fährhaus nichts wusste. In der „Stamm-Apotheke“ geshoppt und am MühlenCafé die Aussicht genossen. Zum Fischabend habe ich wieder etwas geholfen, anschließend mit M. und J. erzählt und schon um halb 12 ins Bett. Gute Nacht Zante.