*** Vorab: Die Idee zu diese Reise entstand aus einer Laune heraus an einem Sonntagabend auf dem Sofa; innerhalb der nächsten 30 Minuten wurde sie mit Flug und Hotel gebucht, ohne über Zeitraum und diverser anderer Termine auch nur ansatzweise nachzudenken – also ein Faupax (?) der Superlative? Viel Zeit, mich darauf vorzubereiten hatte ich jedenfalls nicht. ***

Diesmal sind wir bei der Anfahrt zum Fliegerhafen wegen der Staus auf der A3 bis Mörfelden auf der A5 geblieben. Ließ sich tatsächlich viel besser fahren als sonst via A67/A3. Am FRA Holiday Parking hat das mit dem ’neuen‘ QR-Code perfekt geklappt. Neu ist nämlich, dass man unbedingt vorab online buchen muss, ansonsten ist das Parken dort nicht mehr möglich. Den Shuttle vor Ort klingelt man auch nicht mehr nach Bedarf raus, sondern dieser saust alle halbe Stunde selbständig heran.

Wir mussten deshalb ca. 20 Minuten am beheizten Häuschen warten und haben uns dann zum Terminal 2 fahren lassen. Alles kam uns dort so neu und unbekannt vor, bis wir feststellten, dass wir sonst nie von diesem Terminal fliegen würden. Nachdem wir unsere einzige Reisetasche (obwohl 2 gebucht) beim DropOff loswurden und Kaffee/Cola getrunken hatten, spendete ich meinen Flaschenpfand einem Kinderhospiz. Der Automat hatte diverse Einrichtungen zur Auswahl, richtet das nach Belieben fix, und man muss keine längere Warteschlange bei der Flaschenrückgabe am Getränkestand inkauf nehmen. Schlaue Aktion.

Der RollsRoiceFlieger ging pünktlich raus. Das PurserBallett blieb aus, auch der sonst üblich langweilige Film lief nicht. IcelandAir hat nämlich einen eigenen, richtig tollen Film kreiert. Wirklich schön und auch spaßig. Da schaut man sich die Sicherheitsanweisungen sehr gern an. Fast schade, dass man ihn erst auf dem Rückflug erneut sehen kann, ich hätte gern ‚zurückgespult‘. Schön, dass bei IcelandAir jeder Passagier seinen eigenen Bildschirm hatte und bei Bedarf seine eigene FilmAuswahl treffen konnte. Zu essen gab es nur für diejenigen, die bestellt und extra bezahlt hatten. Getränke gab es für jeden Passagier.

Flugroute. Aussicht auf Schottland. Wetter vor Ort für die nächsten Tage ;O(

Ankunft Flughafen Keflavik. Große Frage: wird man nun abgeholt? Es stand niemand mit Schildchen am Ausgang. Dafür bemerkten wir draußen ein Hinweisschild: Es fuhr ein Shuttle alle AutoVermieter ab. Mit dem CarRentalShuttel also zur Leihwagen-Firma. „Alamo’s“ nette Kollegin hielt einen weißen DaciaDuster mit Winterreifen und Spikes für uns bereit. Na dann mal los. Der DDuster hat viel Platz im Fahrgastraum, in den Kofferaum passte unsere Tasche gerade so gemütlich rein. Zwei davon wären schon schwierig geworden. Specials: Der Rückwärtsgang war ungewöhnlich für Dacia/Renault mit Anziehen und gleich vorn, und der DDuster hatte einen 6. Gang, dafür aber leider keine Klimaanlage. Mit Hilfe der Navifrau vom MobilePhone fuhren wir die ca. 50 km direkt zum Hotel durch die Dunkelheit.

Während der Mitreisende im Parkverbot stehenblieb, erledigte ich das CheckIn im PlacaCenterReykjavik und konnte somit gleich nach einem Parkplatz fragen. Das Mädel an der Rezeption schien lustlos, auch an den Folgetagen sollte sie die Einzige am Tresen bleiben, die unfreundlich wirkte. Anschließend haben wir den DDuster auf einer höherliegenden Parallelstraße an einem P2 geparkt. Hier konnte man Mo-Fr von 6.pm bis 9.am und Sa-So von 16.pm bis 10.am kostenfrei stehen. Praktisch, das passte total mit unseren Zeiten überein. Auf’s Zimmer: einfach, aber recht schön eigentlich @Mutti: ja, mit extra Kofferblage 🙂 Klamotten ausgepackt und verstaut; anschließend war Beine vertreten angesagt, wir sind in die City gelaufen – also die ‚berühmte Einkaufsstraße‘ von Reykjavik fing quasi schon an unserem HotelEingang an.

Im BücherBistro „Laundromat“ eingekehrt und einen Bürger mit Pommes und Salat geschlachtet gegessen, dazu ein VikingBeer und Leitungswasser getrunken. Das Ambiente war wirklich schick gestaltet. Während der ganzen Zeit waren wir am Gucken, Staunen, Neues Entdecken. Die Weltkarten als Tapete fand ich eine coole Idee! Nach dem 1. Einsatz der CreditCard haben wir das Restaurant verlassen und sind die Einkaufsmeile weiter entlanggelaufen. Orientierung zu Stadtsee, Konzerthaus, Hafen, ja auch das HardRockCafé haben wir direkt gefunden. Zum Abschluss ging es noch den Berg hinauf zur Halgrimskirche und

nach einem Absacker in der AmericanBar,

die ebenfalls toll gestaltet war, fielen wir im Hotel in unsere Betten.

Bei allem, was wir sehen konnten, blieb festzustellen, dass die Isländer ihre Einrichtungen und sogar auch die Straßen mit viel Liebe zum Detail, manchmal mit völlig banalen Mitteln dekorieren, voll schön. Am Lustigsten fand ich aber die Toiletten in der AmiBar. So viele AutoKennzeichen. Abgefahren!
Keine Aurora, weil Regenwolken mit viel Regen.

**Klick aufs Bild, wird’s größer**

2 thoughts on “ISLAND * Anreise * 04.02.2020 *

  1. Prima, dass alles so gut geklappt hat…. bin auf die restlichen Tage gespannt! Die Fotos sind sehr interessant, fängt schon mit dem Ersten an. Wie man auf so Ideen kommt!?

  2. Lustig, im Center Hotel Plaza war ich auch, aber im Sommer.. das war da, wo sie mir das schlechteste Zimmer aller Zeiten gegeben haben… Besenkammer für 200 Euro die Nacht, fand ich ziemlich unverschämt. Und da ich mich beschwert habe, habe ich auf der Rückkehr von Grönland eine Suite bekommen. 😀

    Bin auch auf die weiteren Tage gespannt. Ich kenne das zwar alles, finde es aber immer wieder spannend, wie andere das erleben und welche Fotos sie mitbringen. 🙂
    Andrea

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