Nach dem Frühstück, welches im Kellergeschoss unseres Hotels am Buffett reichlich gab, durfte der DDuster am P2 seine Ruhephase beenden, und los gings Richtung Landinneres. Man nennt es auch den GoldenCircle.

Während der Fahrt aus dem Fenster heraus fotografiert.

Die Abfahrt „Pingvellir“ haben wir wetterbedingt verpasst. Noch kurz hatten wir überlegt, zu wenden, aber bei dem Wetter hatte ich schon früh am Morgen eigentlich gar keine Lust mehr auf irgendwas. Also mit kurzen Stops zum „oh schön“ und Knipsen direkt zu den Geysiren weitergefahren. Auf dem Parkplatz vom großen Geysir „Strokkur“ musste ich mir meine Spikes anziehen. Man, war das spiegelglatt. Bei meinem Glück hätte ich sonst keine 3 Meter vom Auto ohne Knochenbrüche geschafft.

Zwischen den Geysiren

Alle warten auf den Ausbruch.

Irre Farbenspiele.

Wenig Geblubber.

Schließlich warteten wir auf den überall nachlesbaren, ach so hohen Ausbruch, der regelmäßig alle 8 bis 10 Minuten erfolgen sollte. Aber wenn überhaupt, blubberte es nur ganz wenig vor sich hin. Ein Ausbruch? Fehlanzeige. Erst als ich schon vom Regen klatschnass war und an einem der anderen Geysire stand, brach dieser ca. 5 m lächerlich hoch aus. Ich hatte es einmal gesehen und bei dem Sauwetter keine Muße, nochmals ewig auf einen Ausbruch für ein wegen des Regenwetters eh krisseligen Fotos zu warten.

Wir parkten den DDuster am Besucherzentrum vom Geysir, tranken einen viel zu teuren Kaffee, aßen viel zu teuren Apfelkuchen, froren unter dem viel zu kalt eingestellten Belüftungsschacht sitzend und verließen das ‚Café‘ auch ganz fix wieder, um mit dem DDuster in Richtung riesigem Wasserfall zu spurten.

Der „Gullfoss“.

Im dunklen Dunst.

Gefrorener Wasserfall

Schlucht des Fließwassers.

Der Nebel der herabstürzenden Mengen vom Wasserfall mischte sich – dort angekommen – ärgerlicherweise mit dem Regendunst derart, so dass man den „Gullfoss“ kaum sehen, jedoch noch laut genug rauschen hören konnte. Auch hier war ich froh, dass ich die Spikes unter meinen Winterstiefeln hatte. Mit dem Profil der Wanderschuhe ließ es sich relativ gut laufen, wenn man achtsam war.

Am Rande eines Vulkans

Auf dem Weg Richtung Atlantik sind wir erneut links abgebogen und am „Kerid“ auf den Parkplatz gerollt. Hier wurde sogar 1 Euro Eintritt verlangt. Einmal dicht am Vulkankrater balanciert und festgestellt, dass auch dieses Highlight bei peitschendem Regen nur wenig Spaß macht. Der blaue See im Krater mit seiner wirklich roten Erde ringsrum sieht bei schickem Wetter sicherlich ganz toll aus.
Die Tomatenfarm mit seinen angeblich vielseitigen und köstlichen Tomatensuppen, -marmeladen etc. ließen wir aus Zeitgründen (leider) links liegen. Im Nachhinein hätte ich dafür lieber den Kaffee beim Geysir verschmäht.

Nach einer Fahrt über zum Teil sehr einsame Straßen mit karger Landschaft (die Berge konnten wir durch den Regendunst nicht sehen) landeten wir schließlich in Selfoss, einem nicht wirklich hübschen Städtchen, welches aber ein tolles Café besitzen sollte. Danke (!) nochmal an dieser Stelle @Andiline für den Tip. Wir fuhren über den Fluss mit der kleinen süßen TannenbaumInsel – eine Insel so groß, dass nur ein Tannenbaum darauf Platz hatte – und bestellten im „Kaffi Krus“ je einen Kaffee, der in schicken Tassen serviert wurde und aßen nicht von den herrlich ansehnlichen Kuchen, sondern bestellten trotz der nachmittäglichen Uhrzeit schon unser Abendessen (Pasta mit Chicken und Pilzen und Käse und KnofiBrot). Es war wirklich eine große Portion und sehr köstlich. Eines der beiden Knofibrote musste ich liegenlassen, ich schaffte es nicht mehr (und das soll schon was heißen).

Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch allein in diesem Café. Für die Zeit nach 18 Uhr muss man tatsächlich Plätze vorab telefonisch bestellen; abends ist das Café nämlich trotz der Bedienung auf 2 Etagen rappelvoll.

Zurück in Reykjavik hatten wir das Glück, dass es trotz fettem Schäfchengetrampel mal nicht pieselte und ’nur‘ der Wind etwas stärker blies. Somit hatte ich eine Chance, wenigstens ein paar Farbtupfer-Aufnahmen in diesem Urlaub zu kreieren, die vielleicht vorzeigewürdig wären.

Wir schickten den DDuster am StammP2 in die wohlverdiente Nachtruhe, während wir per Pedes zur „Harpa“, dem schicken Konferenz- und Konzerthaus mit seiner einzigartigen Fassade von Ólafur Eliasson kamen

und stießen nach einem Spaziergang am Atlantik auf das Sonnenschiff „Sólfar“ von J.G.Arnasons. Seine Ode an das Licht, die Sonne, die Hoffnung, die Freiheit.

Viele denken bei diesem Anblick an ein Wikingerschiff, letztlich wegen der von J.G.A. verwendeten Formen, die die Geschichte der Isländer prägt, natürlich auch genau so beabsichtigt. Ich finde dieses glänzende Metall auf glänzender Mamorplatte einfach nur schön, auch wenn das Motiv für ein Foto vermutlich schon langweilig wirkt.

DIE Bäckerei (mehr dazu später)

Süße Pubs

Die Regenbogenstraße mit Halgrimskirkja

Als wir schließlich den Anstieg vom Atlantik zur „Halgrimskirkja“ geschafft hatten und ich diese von außen fotografieren wollte, konnte oder wollte die Schafherde leider nicht mehr an sich halten, so dass ich mit der Kombi Sturm/Regen keine Möglichkeit auf eine weitere Fotosession hatte 🙁

„LIVE FREE OR DIE“ – Den Absacker tranken wir wieder in der AmiBar bei guter LiveMusik und dem schmeckendem „Gull“, und ich musste die lustige ‚Tapete‘ im stillen Örtchen noch einmal bewundern.
Keine Aurora wegen der vorbeitrampelnden  Schafherde, die Aurora tanzte heute vor anderem Publikum in Jökulsarlon.

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