Ein weiterer Monat zog vorbei, und vorab sei erlaubt zu erwähnen, das Gefühl bestärkt sich, dass niemand, der hier im Land etwas zu sagen hat, weder in den letzten Monaten etwas gelernt hat, scheinbar noch einen Funken Verstand besitzt. Aber ich möchte gar nicht lang debattieren, das können diese Gutbezahlten besser, auch wenn sie damit nichts ändern…
Vielmehr möchte ich meine Aktivitäten aus 3/21 & 4/21 festhalten, bevor man sich an gar nichts mehr erinnern kann, weil das Leben öde ist und öder wird und man trotzdem versucht, das Leben angenehm zu gestalten.

Mit der Fotobuddine war ich einen Samstag in Heidelberg bei den Grünlingen. Wir waren lange am Neckar spazieren, haben Komorane, Eichelhäher und Haubentaucher beobachtet und sind später nach Neuenheim gestiefelt, um auch die Grünlinge zu bewundern. Schön war das, auch wenn sich HD gerade baulich extrem verändert.

Fred durfte wiedermal in den Dacia-Kindergarten, also in die Werkstatt. Kurz zuvor fuhr ich ihn durch die Waschanlage, und es passierte der Albtraum eines jeden Autofahrers: ich blieb nämlich kurz vor der Ausfahrt stecken 🙁  Um nicht beschädigt zu werden, blieb mir nichts Anderes übrig, als in der Anlage verbotenerweise den Motor zu starten und „zu flüchten“. Zum Glück gelang mir dies gut.

Diverse interessante Webinare gab es an den vielen langen Abenden, dümmer wird man davon jedenfalls nicht. Diesmal dabei waren neben den üblichen FotografenWebinaren (Equipement und Porträt- sowie Tierfotografie) auch zwei Reise-Webinare (Norwegen und Island), aber auch spirituelle Webinare sowie ein Bücher-schreiben-Webinar. Zwischenzeitlich habe ich mich auch für einen weiteren Gitarrenkurs angemeldet, für den mir bislang die Zeit fehlte.

An zwei Tagen machte ich mich mit meinem Kamera-Monster auf den Weg und besuchte die in diesem Jahr scheinbar wenigen Kröten und Frösche in ihrem Laich im Schlossteich.

Ich find sie so süß. Leider war der Schlossteich gut besucht, so dass ich mich nicht getraute, barfuß in dem Teich zu waten und deshalb nicht näher ans Geschehen kam. Dennoch bin ich mit den Fotos relativ zufrieden.

Innerhalb von 2 Wochen war das Paaren der Amphibien bereits Geschichte und die Quappen im Laich schon geschlüpft.

Allein zog ich eines Nachmittags in das Grötz Moor, schaute nach den wenigen Mini-Feuersalamandern und fuhr anschließend wieder mal zum Lagerfeuer in K. Garten. Sehr gemütlich verbrachten wir den Abend bei kalten Temperaturen am wärmenden großen Feuer mit lustigen Gesprächen.

Der Besuch im Norden bei meiner Familie stand nach fast einem halben Jahr an. Hierfür ließ ich mich in einer Apotheken-Teststation testen, welche absolut perfekt organisiert war. Terminierungen waren im 2 Minutentakt vergeben und wurden punktgenau eingehalten. Anschließend erhielt man das Ergebnis via App und QR-Code. Direkt danach schmiss ich mich auf die Autobahn und verbrachte 2 schöne Tage in Familie. Auch privat an den weiteren Tagen vor Ort (danke M.) testete ich mich. Am letzten Tag schaute ich auf der Rückreise bei Freunden am See zu einem Tauchgang vorbei. Dieser war mal nicht wirklich von fotografischem Geschick gekrönt, macht aber auch nichts. Immerhin konnten wir uns sehen und quasseln.

Ostern: Den Plan, ein paar Tage in der Natur in Sachsen/Thüringen und mit Freunden zu verbringen, wurde aufgrund der Lage 🙁 verworfen. Stattdessen gab es eine kleine Radtour zu den Schildis, von denen sich immerhin schon zwei am See sonnten und im Weiher durchs Wasser zogen.

Ansonsten verbrachte ich einige Male allein unter Wasser im AnglerSee, GarnelenSee und im FlohSee. Einen Tauchgang machte ich in meinem ersten mega alten Trocki – irre, wie schön es sich anfühlt, mal wieder mit trockenen Händen zu tauchen. Aber das alte Material ist doch zu sperrig und somit unbequem. Vielleicht sollte ich über einen Umbau an meinem Anzug mal ernsthaft nachdenken.

Neuer Lockdown nach Ostern geplant:
Golfen ist erlaubt, sonstiger Sport nicht 🙁 die Lobby der Obrigkeiten ist nur noch zum Kotzen. Weder kann ich das Wachstum der Kröten und Frösche weiterhin am Schloss beobachten (same procedure as last year!), noch bleiben die Seen zum Tauchen geöffnet.

Tauchen – „back to the roots“: Mit meinem langjährigen, fast gleichaltrigen Tauchkumpel F. verabredete ich mich kurzfristig an einem See, in dem er vor 21 Jahren das Tauchen erlernte und ich meinen allerersten Süßwasser-Tauchgang vor 19 Jahren absolvierte, nachdem ich lange Zeit zuvor nur im Salzwasser vor Menorca geblubbert bin. Geschockt waren wir, dass wir plötzlich ACHT Euro Eintritt, also Parkplatzgebühr, zahlen sollten. Ich fragte den Kassierer, ob er für diesen Preis noch eine Impfung bereithält oder ob der See neuerdings beheizt würde. Als Antwort kam ein Lachen 😀 Leider war trotz des hohen Eintrittspreises nicht einmal der Toilettenwagen offen 🙁

Die Sicht unter Wasser war verhältnismäßig mega. Ich lotste uns eine kleine Runde im Hauptbereich des Sees herum, bevor ich uns dann eine komplette große Runde um den ganzen See navigierte. Einige Ochsenfrosch-Quappen waren tot, andere stellten sich tot, und wiederum andere flüchteten verhalten vor uns.
Ein Verhalten, was ich an uns Menschen in dieser Zeit parallel beobachten kann.
Wir kamen an zwei Kähnen mit jeweils einem schicken übergroßen Hummer und einem Schuh als „Gallionsfiguren“ sowie an einem völlig zerbrochenen Kahn und außerdem an 3 verrosteten Tonnen vorbei. So vielen Uraltbäume begegneten wir, und nur in einem einzigen stand ein großes altes Hechtweibchen und beäugte uns. Nach etwas mehr als einer Stunde verließen wir mit guter Laune unseren alten See, der uns so schnell nicht wiedersehen wird bei diesem Parkplatzpreis. Anschließend quasselten wir noch eine Weile über den Tauchgang, die derzeitige Situation aller und ob wir bereits zweifach geimpft wären (hahahaha 🙁  was ein Witz, die 1. Impfung fehlt auch noch) sowie das Rätseln über die Dauer unseres Kennens. 19 Jahre sind doch schon vergangen, seit wir uns auf Menorca kennenlernten. Wir lachten über unsere gemeinsamen Erlebnisse, und dann wurde erstmals die Frage ausgesprochen, ob ich eigene Kinder vermissen würde. Überrascht, dennoch spontan, verließ ein klares ‚Nein‘ meine Lippen. Ihm ginge es ebenso. Wir waren uns einig. Wieder einmal.

Tja, eigentlich wären wir jetzt schon seit einer Woche im Indopazifik auf Segel-Tauch-Kreuzfahrt … Leider musste diese Reise wegen CoroDingens auf 2022 verschoben werden. Wer weiß, was bis dahin ist. Bleibt auszusitzen.

 

Am ersten April-Samstag war ich nachmittags wieder im Garten von K. und vergnügte mich fotografisch mit den beiden Hasis und den Meeris. Später kamen noch ein paar Mädels zum Grillen vorbei. Wir quasselten, lachten und diskutierten. Zu vorgerückter Zeit versuchten wir Impftermine zu bekommen  –  und bekamen tatsächlich alle einen Termin für nur 3 Tage später, dem folgenden Dienstag mit BioNtech. Unglaublich. Wie krass war das denn? Sollte das wirklich klappen? Der 2. Termin war zwar vorgegeben an einem Tag, an dem ich nicht können würde. Aber erstmal den Ersttermin haben, dachte ich…

Am Tag des Impftermins, 13.4., war ich schrecklich nervös. Am Impfzentrum KA angekommen, war ordentlich was los. Den Eingang passiert, am Securityposten vorbei, wurde man aufgefordet, die Hände zu desinfizieren und bekam die Temperatur gemessen. Dann durfte man in die Anmeldungshalle eintreten, in der man einem Schalter zugewiesen wurde. Alles ging recht zügig. Als ich dann an der Reihe war, wurden meine Papiere kontrolliert, und ich wurde aufgefordert, aufgrund meines Alters eine Arbeitgeber-  oder ärztliche Bescheinigung vorzuzeigen. Hatte ich nicht. Also musste ich unverrichteter Dinge das Impfzentrum wieder verlassen. Am Auto telefonierte ich mit meiner Hausarztpraxis, die mir kurz darauf eine WhatsApp mit entsprechender Bescheinigung sandte (Danke Praxis); und so wiederholte ich komplettes Prozedere, bis ich erneut beim gleichen Anmeldeschalter stand. Diesmal durfte ich durch. In einer riesigen Halle sollte ich die Formulare ausfüllen und das Info-Video anschauen. Danach wurde ich geimpft, musste mindestens 15 min. zur Beobachtung bleiben und durfte dann gehen.

Fertig. So „einfach“ war das also. Nun hatte ich den gewünschten Stempel in meinem Pass. Den ersten zumindest…

Den zweiten Stempel zu bekommen, wird schwieriger, weil ich den besagten Termin nicht wahrnehmen kann. Einen neuen Termin will man mir nicht geben. Es ist zum Verzweifeln  🙁  Mein Hausarzt würde gern, wenn er eine Dosis übrig hätte. Hat er aber nicht. Telefonische Anfragen unter der offiziellen Nummer haben lediglich ergeben, dass dort niemand geschult ist und weder Auskunft noch Ersatztermin vergeben kann. Der V-Code ist zum selber buchen nicht mehr gültig, einen neuen V-Code gibts nicht mehr. Mein Hausarzt riet mir, das Land zu verklagen. Dann hätte ich zwar immer noch keine Impfung, aber meinem dicken Hals Luft gemacht 🙁  Nun bin ich schon bis zum SozMinisterium gegangen – eine Antwort oder einen Termin hab ich deswegen noch immer nicht – grrrrr. So eine Misere – in allen Belangen.

 

Wenn bei mir im Job jemand Geburtstag hat oder in Pension geht, dann konnte ich mich die letzten Jahre immer gut davor drücken, für die Geschenke verantwortlich zu sein. Nun, wo die Chefin in Pension geht, ist der Kelch leider nicht an mir vorbeigegangen. Ausgerechnet für diese Person, die ich für meine Niereninsuffizienz mitverantwortlich mache, sollte ich nun das Geschenk basteln. Also bastelte ich. Aus den Beiträgen der Kollegen. Ein Fotobuch. Ich denke, es ist gut gelungen.

 

Und dann war da noch der tolle Buddy, der an mich gedacht hat, als er ein buddy-Jacket, welches Minuten zuvor zum Verkauf online eingestellt wurde, entdeckte. Danke F.! Das war großartig. Hab den Verkäufer direkt davon überzeugen können, dass er es nur an mich verkaufen kann 😀 mein norddeutscher Charme eben. Mein buddy tauche ich nun seit x Jahren, ewig und immer, im süßen wie im salzigen Wasser. Das ist jetzt echt durch. Ich denke, es hat mich in ca. 1.500 Tauchgängen gut getragen. Im Mittelmeer darf es das auch weiterhin. Zwischenzeitlich hatte ich schon die Fa. APV angeschrieben, ob sie es nicht doch wieder in die Produktion aufnehmen würden. Leider nein. Aber nun hab ich ein gutes Gebrauchtes erhalten, was meinem Alten ähnelt (ist nicht dasselbe Fabrikat, aber sehr nah dran). @ F: das nächste Bier geht auf mich!

Einen kompletten Tag hab ich für mich geklaut. Vor einiger Zeit schon hab ich mit meiner Osteopathin einen neuen Termin ausgemacht, und so fuhr ich an einem Vormittag in Richtung Ulm auf die Autobahn, nahm die Ausfahrt Bad Ditzenbach, um im Kräuterhaus St. Bernhard den obligatorischen Einkauf zu tätigen. Da gibts immer 1000 Sachen zu bewundern. Weiter ging es zur Drackensteinbrücke. In einer Nische stand bereits ein olles dreckiges kleines Auto, im Inneren lagen viele Brotlaibe und etwas Kinderspielzeug völlig wild herum. Ich lief den Waldweg hinauf und sah schon von weitem einen Waldschrat an einem Felsen sitzen, in der Hand einen riesigen Ast. Unheimlich. Beim Näherkommen sah ich einen kleinen Jungen, knapp über 2 Jahre alt, der unwirklicherweise zum Waldschrat gehörte. Der Alte sprach mich an, und wir wechselten ein paar Sätze, wobei er mir erklärte, dass die vermoosten Felsen von der alten Brücke stammen, die im Krieg gesprengt wurde, um einen Einmarsch zu verhindern. Das wusste ich bereits, aber ich wollte den Waldschrat nicht unterbrechen, freute mich über diese Kommunikation.

Später, nachdem ich wieder von den Felsresten heruntergekraxelt war, sah ich, wie der Waldschrat den Jungen auf der Motorhaube windelte und anschließend davonfuhr.

Ich wechselte die Location und gesellte mich zu neugierigen Schafen, Ziegen und Eseln.

So süß zu beobachten, wie eine Zicke dem einen Esel die Ohren ablutschte 😀  Sie hatte das Eselchen wohl besonders gern oder mochte einfach nur seinen Geschmack.

Dann aber musste ich los, wenige Minuten später saß ich bereits meiner Osteopathin gegenüber, die kurz darauf mit der Behandlung begann. Sehr erholsam (Massage), manchmal schmerzhaft (Leber), manchmal unbequem (Milz), aber auf jeden Fall sehr wohltuend. 

Nach der zweistündigen Behandlung schaute ich noch einmal bei den Tieren vorbei, nahm eine gute Nase Tierdunk auf und fühlte mich einfach frei – auch die 2 Ackergäule waren einfach nur schön und kamen neugierig auf mich zu.

Schön war’s, dieser Wohlfühltag, nur für mich allein!  🙂

Und dann gab es wieder einen Tauchgang im FlohSee. Mit Lupe seh ich die Viehcher auch nicht 🙁 ohne Lupe seh ich sie sogar schwimmend, aber nicht sitzend. Grrrr.

Mit der Wuffelfreundin und ihren Wuffels Kimba und Popeye in den Gänseblümchen gewesen und beim Betrachten ihrer Tiere die Seele baumeln lassen.

Lieblingswuffel, der auch immer an mir klettet, wenn ich mal traurig bin. Tiere eben. Sie haben ein tolles Gespür dafür, im Gegensatz zu den Ego-Zweibeinern 🙁

Im Garten von K. bei Hasis und Hängebauch Meerschweinchen  🙂  schöne Auszeit!

Wieder mal bei einem weiteren Tauchgang im FlohSee den Wasserflöhen und Ruderfußkrebsen auf die Pelle gerückt. Da hat ein Poly doch glatt einen Wasserfloh verschlungen (Foto rechts unten).

Verzweifelt war ich, als ich die Tiere gerade fokussiert hatte…. sie verschwanden plötzlich und setzten sich hinter die Kamera an mein Display. Keine Ahnung, ob sie die Regie und Kameraführung selbst übernehmen wollten – grrrr 😀  😀  😀

So viel Kleinstgetier und überall liegen, schwimmen Eier. Ein Walhai hätte seine Freude 🙂 schade, dass es keine im See gibt 😀 ich würde mich mitfreuen.

Angefressenes Barschgelege. Die Augen der restlichen Barsche gucken fast ängstlich.

Und gleich noch einmal… ich hab schon 4eckige Augen und auch Kiemen. Jedenfalls hab ich meinem Spitznamen, den ich vor Jahren von Freunden erhielt, mal wieder alle Ehre gemacht: Die „MakroMuri“ hat erneut zugeschlagen….

Yippih, ich hab ihn mal ganz und sichtbar – den Ruderfußkrebs, oben rechts.

So gern ich die roten Murmeln (Süßwassermilben) auch mag, aber wenn sie im Barschlaich einzelne Waben öffnen, die Fischlis aussaugen und liegenlassen und all die traurigen Augen ringsrum zusehen müssen, wie ihre Geschwister behandelt und bei lebendigen, nicht mal geschlüpften Leib gefressen werden, nicht lustig 🙁

Gruselig witzig sieht es trotzdem aus, wie sich die Murmel den toten Barsch übergezogen hat und nun mit seinen riesigen Augen herumläuft.

Demnächst werde ich mich mal in einem anderen See tummeln, was Neues entdecken.

Und dann steht im Mai auch wieder ein Besuch im KoiPool an. Den Eigentümer hatte ich letztens besucht, und wir haben beide, lange Zeit über dem Pool hängend, gequasselt. Schön war das.

Schauen wir, wie das Leben so weitergeht in den nächsten Wochen…. 

bis dahin sieht fast jeder Morgen im HomeOffice so aus.