Der Juli begann mit einem zweiten Tauchgang im verbotenen See mit der LimnoAG. Wieder als Erste tauchte ich ab, hielt mich hier und dort auf, vertauchte mich schließlich,  als ich zum Ausstieg wollte und hatte dadurch das Glück, auf einer Wasserschlauch-Wiese zu landen. Idyllisch. Aber irgendwie fehlten mir die Wasserflöhe, somit doch recht unspannend. Aber auch diesmal entdeckte ich Würmer, die sich um Pflanzen wickelten, während die Anderen im Rudel Pflanzen bestimmten. Den Treff im Biergarten danach schenkte ich mir und trank mein Bier bei Regen auf dem Balkon.

Das erste Juli Wochenende brach an und ich auf: Auf nach „Hamburch“. Nachts den Fred geweckt und in aller Ruhe auf der Autobahn vor mich hin gebummelt.

Als notorischer Linksfahrer – sofern nicht hinter mir jemand drängelt – trödelte ich mit der jeweilig zugelassenen Höchstgeschwindigkeit (mehr oder weniger, eher viel mehr) in den vielen Baustellen vor mich hin. Dann, warum auch immer, entschied ich urplötzlich „fahr doch mal rechts“ und wechselte die Fahrspur, reihte mich in die dort schlummernde Blechkaravane ein. Nach nur wenigen hundert Metern fuhr mir nach einer Kurve der Schreck durch Mark und Bein: da lag ein großer LKW-Reifen auf der verengten linken Spur. Wäre ich nur ca. 400 m weiterhin links gefahren, hätte es mich ganz sicher komplett zerlegt. Danke!! @ Instinkt, @ Schutzengel, @ Universum oder @ wer sonst dafür zuständig war (vielleicht mein magnetisches Energiefeld, danke @ M.!).

Gegen 8 Uhr kam ich am Strand in Blankenese an und lief die beiden Wrackreste bewundernd am Strand entlang.  Ein Pärchen hatte ein Peace-Zeichen in den Sand gemalt und war nun dabei, Kronkorken aufzusammeln und das Sign damit zu bestücken.  Gern hätte ich länger am Strand verweilt, mir die vorüberziehenden Schiffe angeschaut, aber ich musste mir ganz dringend ein Toi suchen. Grrr. Zurück in der Zivilisation von Blankenese fand ich ein schönes, scheinbar neues, sehr gutes Café mit Außenbewirtung. Nach der Bestellung des Kaffees erhielt ich einen Code zum Scannen. Bis ich raffte, dass ich mir dafür die LucaApp erst einmal laden musste, dauerte es etwas 😀 Man, warum so kompliziert,  ich wollte doch nur zum Toi. Nachdem ich per LucaApp endlich eingecheckt war, suchte ich die Toi . „Moment“ rief mir der nette Verkäufer hinter seinem Backwaren-Tresen nach, „Sie benötigen einen Code!“. Man, ich muss zum Toi, mir platzen gleich sämtliche Innereien 🙁 

Mit der CodeCard zog ich zum Toi. Ein Schloss wie ein Safe. Und funktionierte nicht. Grrrr. Irgendwann schnallte ich das System…. Nun konnte mein Tag beruhigt beginnen.

Zwei Kaffees später fuhr mich Fred zum Hafen. Ohne Navi, speziell dem HandyNavi, wäre ich vermutlich nirgends angekommen.

Die Kölbrandbrücke bewundernd zogen Schiffe an mir vorbei, aber auch schwer beschäftigte Hafen- und Werftarbeiter, die sich vermutlich fragten, was ich dort zu suchen hatte. Schließlich kam ich noch in den Genuss, über die Kölbrandbrücke zu bummeln und die Aussicht bei vorgegebenen 30 kmh zu genießen. Lieber wäre mir gewesen, anhalten und aussteigen zu können, aber: schön wars trotzdem!

Der Vormittag neigte sich dem Ende zu, und ich fuhr nach Harburg zur Family. Wir hatten eine lustige Zeit bis nach dem Frühstück am folgenden Tag, und meine Bauchmuskeln durften mussten dann leider wieder ausruhen; so viel gelacht hab ich lange nicht mehr 😀  Danke @ Euch beiden Lieben!

Weiter ging es nach Hannover. Frühzeitig fuhr ich von der Autobahn,  um mir eine Stadtrundfahrt ohne Navis (!!!) zu gönnen. Es hatte sich so viel verändert, wow. Die Fenster meiner früheren Wohnungen sahen recht trist aus. Wer weiß, wer heute dahinter haust. Meine Zeit in Hannover möchte ich nicht missen! Einen dicken Sack voll Lebensfreude, Lebenserfahrung, Glück und Abenteuer habe ich mir beim Weggang damals auf den Rücken geschnallt – ja, man wird schon wehmütig. Meine (!) Stadt eben.

Am Maschsee verursachten 7 Gänse einen Stau, weil sie zu faul zum Fliegen waren und lieber genüsslich über die Straße watschelten 😀 sehr witzig. Am Strandbad schwammen mehr Schwäne als Badegäste, nichts Neues.

Gegen Mittag traf ich bei meiner Freundin am Deister ein. Wir quasselten, knuddelten das WuffiTier, schlemmten altbewährte Ravioli Carbonara und Käsekuchen, bevor ich auch hier schon wieder Abschied nehmen musste. Danke @ K2 und Gefolge 🙂

Eine Tankfüllung später beim alten Arbeitgeber um die Ecke, der Kfz-Zulassungsstelle Rbg., fand ich mich in einem Gewitter wieder. Wie Wassereimerladungen schüttete das Spritzwasser der entgegenkommenden Fahrzeuge auf meine Windschutzscheibe. Ich fühlte mich zurückversetzt ins Jahr 1992, Heiligabend, als mir das auf der A2 von Hannover kommend mit Schnee durch einen entgegenkommenden Schneepflug passierte. Das war nicht witzig damals, aber wir reden heute noch gern darüber 😉

Ein Tauchgang mit der Limnologen AG folgte, diesmal an einem See, in dem ich mit einer früheren Kumpeline den schönsten Baggersee-NachtTG meines Lebens hatte (vor allem nach dem Auftauchen war es damals so idyllisch – wir lagen nämlich rücklings auf der Wasseroberfläche und bewunderten recht lange die Milchstraße samt Sternschnuppen…

Diesmal war der TG von Idylle weit entfernt. Zu viel Regen. Zu viel Hochwasser, der Fußweg zum Taucheinstieg verkürzte sich dadurch um einiges. Schlechte Sicht. Lediglich die Hechtallee wollte bewundert werden. Das DekoBier danach trank ich auch diesmal lieber auf dem heimischen Balkon.

Mit einem alten Tauchkumpel traf ich mich tagsdarauf am „Brecht“ zum Tauchen.  Nach dem Aufrödeln saßen wir aber das Gewitter abwartend erst einmal eine Stunde im Fred und quasselten. Anschließend stapften wir zum See und tauchten ab. Natürlich übernahm ich die Führung, weil Buddy F. sich dort nicht so sehr auskennt. Ab in die Tiefe, auf 23 m, am Telefon und Spiegel vorbei ins Nichts. Wenn ich nicht ständig die Funzel vom F. im Auge gehabt hätte, wäre ich auch nicht vor dem Schwarzen Fels abgebogen 🙁 Immerhin kam ich noch am Wärmflaschenstein und direkt am großen HolzHai raus, um dann der Uferlinie, neuerdings ohne Bewuchs, folgend entlang zum Ausstieg zurück zu blubbern, an der wir noch viele Schwarzgrundeln und 2 mega dicke Karpfen sowie einen Hecht beobachten konnten. Schön wars, und der „Schwarze Fels“ bleibt weiterhin mein geheimer Spot @ N. 🙂

Samstag. Eigentlich wollte ich früher raus. Doch wozu? Quark. Gegen 6 Uhr weckte ich meinen lieben Fred, um nach Bayern zum Ammersee zu bummeln.

An den berühmten Steghäusern genoss ich ca. eine Stunde die Aussicht,

bevor ich mich zum Frühstück nach Schondorf trollte.

Einen Spaziergang am Wasser entlang, und dann dümpelte ich (absichtlich) via Landstraße zum Hotel, welches ich gebucht hatte. Gut, dass ich es mir bei Tag angeschaut habe, nachts hätte ich es trotz Navi niemals gefunden. Ein Hotel im Nichts mit nichts, also ohne Rezeption, Speisesaal oder gar Personal. Lediglich eine Putzfrau gab es.

Außen

Innen

Zum CheckIn erhielt man gegen 14.30 Uhr einen Code aufs Handy, der dann den Schlüssel zum Zimmer mimte.

Kurz darauf traf ich bei meiner Griechenland-Kumpeline M. ein, um gleich darauf wieder loszubrummen.

Wir trafen uns mit ihrer Familie beim Griechen und seilten uns nach dem Ouzo zum Störchegucken ab.

Es wurde am Nachmittag so heiß, dass wir uns nur noch dürftig bekleidet unter den Storchenhorst –kran setzten. Dass die Zeit so rasch verging, bemerkten wir an der uns umgebenden Kühle und den lauter klappernden Störchen. Wir hatten Kaffee- und Abendessenzeit komplett verpeilt und zogen gegen 22 Uhr zu MC Donalds, bei dem wir bis zum Rauswurf um 0 Uhr verweilten. 

Dann ab ins Hotel, TV mit Musik an, in die noble Waschanlage und ab ins Bett. Sehr komfortabel so ein Boxspringbett! Am nächsten Morgen fand ich mich zum Frühstück bei der lustigen Family von M. ein. Daran anschließend besichtigten wir das Haus im Haus sowie den Garten und liefen später übers Feld inkl. Babybauch-Fotoshooting – und schwupps, war es auch schon wieder an der Zeit, Fred zu beschäftigen. Schön wars! Danke @ M. & Family.

Einen SoloTG gönnte ich mir trotz schlechtem Wetter in UGro. Wenn ich die Jahres-Genehmigung der Gemeinde schon beantragt habe und nun im Besitz einer solchen bin, muss ich sie auch nutzen. Gegen 19 Uhr bei dunklen Wolken stapfte ich ins Wasser, die Enten schliefen schon am Strand. Unter Wasser Idylle. Viele Schwärme mit 1000en von kleinen Eglis und Rotfedern kreuzten meinen Weg. Garnelen saßen an den Muscheln, Köcherfliegenlarven liefen in ihren Holzstäben herum. Die Sicht war schlechter als im Frühjahr, aber mit ca. 10 m doch noch total gut. Ich genoss meinen Ausflug und konnte von den vielen Gedanken abschalten; die hatten endlich mal Pause, denn mein Atemreglerrasseln war lauter als sie 😉

Mit den Limnologen ging es diesmal nach BaLi, in den ersten Baggersee meines Taucherlebens. Wenn ich daran zurückdenke, wie ich beim 1. Mal bereits beim Abtauchen direkt abbrechen und zurück ans Ufer wollte – heute kriegt man mich kaum noch raus aus den Baggerseen.

Eine einzige Meduse begrüßte mich, ein Aal schaute mich hinter seinem ihn bewachenden Krebs aus seiner Behausung an, ein dicker Sonnebarsch zupfte an mir, als ich neugierig kleine Steine mit seinem Eigelege absuchte. Nach 75 min. trollte ich mich zum Parkplatz. Anschließend trafen wir uns auf ein DekoRadler bei der Chinafrau im Biergarten, die uns auch mit Ouzo versorgte. Die Flasche musste wohl weg 😀

Tagsdarauf sprang ich direkt noch einmal in BaLi zum Sonnenbarsch, der Tank hatte noch genug Restluft. Auch diesmal zupfte das Weibchen an meinen Fingern und stupste die Kamera an, während kleinere Barsche an meinem Display mitschauten und sonstige Protagonisten zwischen den Gestängen meiner UW-Cam herumschwirrten. Ein zu lustiges Schauspiel, ich konnte mich gar nicht gescheit konzentrieren,  fing an zu lachen und ertappte mich dabei, wie ich mich mit den Tieren unterhielt 😀

Ein langweiliges Wochenende folgte, das Erste seit Ende Mai, an dem ich in KA und allein blieb, auch wenn es anders geplant war. Mit dem Entmüllen und Schreddern alter Papiere sowie dem bissel Haushalt war ich relativ fix fertig und gönnte mir neben einer ausgiebigen IchZeit mit meinen Fotos ein ruhiges Balkonien, bis mich der Drang nach „Kopf unter Wasser“ sowie Tiere suchen wieder in den Fred steigen ließ. Es waren wieder Tausende von Jungfischen unterwegs, 2 Schnecken, die Gelege auf Würmern bauten, so dass sich die Gelege fortbewegten, massig GlasGarnelen sprangen herum, Muscheln klappten bei meinem Anblick leider zu (Danke für Euer Vertrauen), ein Krebs hüpfte erst mehrmals vor mir weg, um sich schließlich doch auf meiner Hand ein ruhiges Plätzchen zu suchen, und die Störe zogen im Sprungschichtschleier an mir vorüber. Alles schick…. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich das Tauchen liebe? Danke @ KaDe (R.i.P.).

Ein Wochenende mit meinen beiden Lieblingsladies folgte, die schwere Dampflok schnaufte uns zum Brocken im Harz und dampfte nach ausgiebigem Blick von dort oben uns auch wieder gemächlich hinab.

Das nostalgische Erlebnis schien voller Harmonie,  wären da nicht die traurigen Gedanken beim Anblick auf den großflächig abgestorbenen Wald gewesen, den es bei meinen letzten Malen nicht gab.  Es war nun mein 14. Mal auf dem Brocken. 13x bin ich hoch- und 12x wieder hinuntergelaufen, 1x wurden wir auf dem Rückweg bei platschendem Regen von einem W50 aufgegabelt und mitgenommen. An den beiden Abenden genossen wir die Dreisamkeit bei Grillgut und diversen leckeren Getränken. Nach dem Abschied von den beiden Mädels trollte ich mich wie gewohnt auf die Autobahn, um mit dem Tauchfreund bei einem ausgiebigen Tauchgang Flaschenluft zu inhalieren.

Der folgende Montagmorgen begann mit einer kurzfristigen Einladung zur Zeugnisausgabe als Repräsentantin und

am Abend mit Freunden am See und SoloTG darin sowie ein TG am folgenden Mittwoch mit einem meiner frühesten Ex-Tauchschüler mit anschließendem „Schnitzeln“ folgten @A. Deinen Spruch bei der Frage nach der Bezahlung („getrennt oder zusammen?“) bring ich beim nächsten Anlass  😀   Das wird ein Spaß!!!

Fred verlangte wieder einmal 2 Glühlampen, diesmal im Heckbereich (Rück- und Kennzeichenlicht), die er natürlich widerstandslos bei 119.000 km erhielt. So lange es nur Kleinigkeiten sind, mit denen ich Fred erfreuen kann, ist alles in bester Harmonie. Ich liebe meinen Fred und bin dankbar dafür, dass ich genau ihn ausgewählt habe. Die paar Kratzer und den ständigen TaucherSchmutz im Innenraum verzeiht er mir sehr gern 😀

Auch das letzte JuliWE verbrachte ich daheim, mein Körper verlangte nach etwas Schlaf und Ruhe. Und so verweilte ich mit meiner Fototechnik und den Vorbereitungen für den herannahenden Urlaub, bis ich mich am Samstagmittag zu meiner Freundin in den Garten trollte und wir dort in der Sonne einen schönen Nachmittag/Abend mit den Tieren und unserem Philosophieren genossen. Leider vergraulten uns zu späterer Stunde die gefräßigen Mücken. Danke @K.

So ist nun auch der Juli schon wieder vorbei, die Zeit flitzt…. aber bringt auch große Vorfreude für August mit 2 Events im Gepäck 🙂