Der August begann mit einem Kurzbesuch einer Freundin bei mir mit einer von ihr für mich  aus Spanien mitgebrachten Hose (ich weiß zwar nicht, wie man die nennt, aber ich wollte schon immer so eine haben) – danke @ K. Außerdem bestimmten viel Arbeit unter der Woche, Faulenzia an den Abenden sowie ein einwöchiges Webinar zum Thema SelbstSabotage meinen Alltag.

Das erste August Wochenende war belegt mit dem FotoWorkshop in Österreich. Den Freitag hatte ich mir freigenommen und trotzdem den Vormittag mit Arbeit und natürlich dem Packen verbracht. Dann aber ging es für das DreamTeam (Fred&ich) auch schon los auf die Bahn. Scheinbar waren nur vernünftig „kreative“ Autofahrer auf der Straße, denn es lief perfekt. Hinter Ulm abgebogen in Richtung Memmingen, und schwupps befand ich mich auch schon auf dem Fernsteinpass.

Einige Male suchte ich einen Parkplatz auf, nicht, weil ich eine Pause gebraucht hätte, sondern um die schöne Aussicht auf die zum Teil wolkenverhangene Zugspitze zu genießen. Auf der Talfahrt erreichte ich schließlich das Fernsteinsee Hotel, Fred durfte sich nun ausruhen.

Im Hotelfoyer traf ich direkt auf gute alte Bekannte; G. und seine Frau M. Unsere Zimmer in der 3. Etage wurden scheinbar auf Hochglanz gewienert, denn sie waren noch nicht fertig. Ein guter Zeitpunkt also, um in der Sonne auf der Terrasse bei Flüssignahrung das Klönen zu genießen. Nach dem ersten ausgiebigen Redeschwall zog es mich zum Wasser.

Der Fernsteinsee lag ruhig in der Sonne, und die Sicht unter Wasser war glasklar. Ich stapfte also forsch los, um die 3 km um den See zu genießen; lief einen Wasserfall hinauf, überquerte eine Brücke und kam schließlich an eine giftgrüne Oase. Dort wollte ich unbedingt das Farbenspiel fotografieren. Als ich auf der kleinen Brücke stand und mich und meine Kamera Richtung Wasser positionierte, fiel mein Polfilter von der Kamera ins Wasser. Was nun? Der Filter lag im Wasser, unterhalb der Brücke im Strom des kleinen Baches. Also ging ich auf die Wiese ziemlich nah ans Ufer und zog mir Schuhe und Strümpfe aus. Was für eine bescheuerte Idee…!  Die wunderschöne Wiese war natürlich – ein Sumpf. Na super, jetzt bekam ich nicht nur nasse Füße, sondern hatte auch nasse Strümpfe. Mit hochgezogener Hose watete ich verbotenerweise in die Oase. Das Wasser war so klar, dass man so gar nicht abschätzen konnte, wie tief es wirklich war. Schließlich stand ich bis zu den Knien im Wasser und konnte meinen Polfilter retten.

Zurück auf der Brücke zog ich Strümpfe und Schuhe an, vergaß das Fotografieren (na toll) und lief weiter entlang des Seeufers. Ein dickes Holztor versperrte mir den Weg, und so bog ich links ab – das war leider falsch. Hätte ich nicht die Natur bewundert, sondern logisch mitgedacht, hätte es mir direkt auffallen müssen: Hier konnte der Wanderweg um den See nicht weitergehen. Ich musste zurück. Kurz darauf traf ich auf zwei Jugendliche, die ich ansprach. Sie kannten sich auch nicht aus und waren mir nur deshalb gefolgt, weil ich scheinbar wissend durch den Wald schritt. Prima 😀 Zurück am besagten Holztor stellte ich fest, dass man es einfach öffnen konnte. Klar, natürlich – man muss die Zäune hinter sich einfach nur wieder schließen.

Auf meinem weiteren Weg traf ich auf den Grund: Kühe. Wunderschöne AlmKühe. Zwei davon standen mitten im Weg, mit ihrem Hinterteil zu mir ausgerichtet. Ich musste sie also aus dem Weg schubsen. Mit gutem Zureden gelang mir dies relativ schnell, und sie ließen mich gewähren.

Bald endete der Weg am Hotel und ich bezog mein schnuckeliges Zimmer,

bestaunte die unterschiedlich eingerichteten Etagenflure und verbrachte die Zeit mit den ersten Anwesenden des Workshops bei einem vom Hause spendierten Glas Willkommenssekt. Später, als alle Teilnehmer eintrafen, folgte die offizielle Begrüßungsrunde, gleich darauf das Abendessen und dann der erste TheorieBlock. Den Vortrag von G. kannte ich zwar schon, fand aber erstaunlich, wie viele sich mit der einfachen FotografieMaterie noch gar nicht auseinandergesetzt hatten. Es war schon spät, alle Teilis neu – jeder ging danach aufs Zimmer. Kein Umtrunk, nichts. Okay, das kannte ich sonst anders, mit den alten Hasen, meiner Fotofamilie der FotoWorkshops, saßen wir immer bis spät in die Nacht bzw. in die frühen Morgenstunden. Hier wollte jeder seine Ruhe, und so fuhr auch ich erst kurz aufs Zimmer, beschloss dann aber gleich darauf, noch einmal an die frische Luft gehen zu wollen. Nach einem kurzen Spaziergang traf ich vor dem Hotel auf V., mit dem ich noch etwas klönte. Na bitte, geht doch 😀
Der nächste Morgen begann für mich in aller Früh mit kalter Dusche, dem Zusammenbau der Kamera, einem Spaziergang zum Campingplatz und dem Kaffee auf der Terasse sowie mit dem sich anschließenden Frühstück zusammen mit den Teilis. Es folgte ein weiterer TheorieBlock, bevor wir zum Samarangersee aufbrachen. Dort angekommen, bewunderten wir diesen sehr kleinen See mit einer überragenden klaren Sicht, rödelten uns an und zogen los.

Für die Fotos hatte ich mir einen weißen Voltigieranzug über meinen Trocki gestülpt und sah nun etwas aus wie ein dicker Pandabär mit rotem Rucksack und gelben Füßen. Nachteil war, dass ich nun schlechter an das Trockiventil kam 🙁 und soff nach nur 10 Minuten im Trocki ab. 6 Grad kaltes Bergseewasser schoss mir über den Rücken. Trotzdem hielt ich es über eine Stunde aus, bis ich mich vor Kältezittern gar nicht mehr konzentrieren konnte. Nach dem Aufwärmen und Trocknen in der Sonne stiegen wir ein 2. Mal in den See.

Die von mir gewünschten Fotos (Taucher unter Wasser vor Bergpanorama über Wasser) konnte ich leider nicht auf den Chip bringen, da die Kommunikation mit meinem Modell irgendwie nicht klappte.

Künftig sollte man vorher über Kommunikation kommunizieren ….  Nach einer Pause, in der alle vor ihren Laptops hingen und dem Abendessen sowie einem weiteren bei strömendem Regen barfüßigen Abstieg in den kalten See, weil ich meinen phosphosierenden Blitzknopf verloren hatte, danke trotzdem @ M. fürs Fahren, werteten wir in einem weiteren TheorieBlock, der sich bis 23 Uhr zog, unsere fotografischen Ergüsse aus und fielen müde in die Betten.

Der Sonntag begann dunkel, nass und kalt. Nach dem Frühstück folgte ein letzter TheorieBlock und ein Abschlusstauchgang bei schlechter Sicht im Fernsteinsee.

Immerhin zeigten sich im UnterwasserNebel ein paar Forellen. Anschließend ging es direkt auf die stauige Autobahn.
Es war ein schönes Wochenende, wenn auch irgendwie ganz anders als die bisherigen Workshop-WE’s dieser Art.

Ein weiterer Besuch unter der Woche bei Freunden am See und einem kurzen Tauchgang zum Restluftverbrauchen .

Extrem gefrustet vom Job und der neu aufkommenden Belastung, vor allem aber das respektlose Umgehen mit den besten Pferden im Stall, die nun wieder verheizt würden, brauchte ich eine spontane Auszeit … und fuhr nach Zeeland. Eine lange Autofahrt, um in Ruhe über mein Leben und anstehende Veränderungen nachzudenken, ein ausgiebiges aufs Meer schauen, um das Hirn im Wind freiblasen zu lassen und abzuschalten, folgten. 3,5 Stunden unter Wasser haben mich schließlich zum Kältezittern gebracht. Ab in den warmen windstillen Fred und auf nach Leverkusen, um eine alte Freundin zu besuchen. Es war ein wirklich schöner Tag in NL sowie Nachmittag und Abend in LEV. Danke @ S.

Unbearbeitete Unterwasser-Impressionen vom megalangen Tauchgang. Diesmal konnte ich auch die GrundelGelege in der Auster finden, yippih.

Mit meinen „Jungs“ klappte es endlich mal wieder mit einem 3er in Leo. An der faszinierenden Steilwand mit den tollen farblichen Gesteinsschichten vermisste ich zwar den Dreiecksfelsen, ich glaube aber, ihn zerbrochen wahrgenommen zu haben 🙁 Es war wirklich sehr sehr schön. Auch das Süßwasser-Nacktschnecken-Hausen habe ich endlich gefunden und die Wasserschlauch-Area. Beim Essen und Bier haben wir den Abend im Stamm-Biergarten ausklingen lassen. Schön wars mit Euch @ A./F.!

Den mega Knaller Spruch vom letzten Date konnte ich nicht anwenden, hey, bei 2 Männern wäre es peinlich für mich geworden 😉 Aber A. und ich mussten beim Abkassieren um so mehr lachen, weil ich schon den Ansatz machte und erst im letzten Moment zum Stocken kam  😀